Kindergartenbus

Mein Gespräch mit Verena Öfferl aus Streifing hat zu einem NÖN-Artikel geführt. Dazu einige Anmerkungen zu den Hintergründen:

Für die Gemeindezeitung war am 25. Oktober Redaktionsschluss. Im Grünen Beitrag wollte ich zum Kindergartenbus schreiben – und dafür einige für mich noch offene Fragen klären. Ich wollte von Fr. Öfferl wissen:

  • ob ihr Kind tatsächlich das einzige Kind ist, das derzeit den Kindergartenbus benützt? (ja, und zwar nur  in der Früh – Stand 20. Oktober)
  • ob es keine andere Möglichkeit gibt, das Kind in den Kindergarten zu bringen? (doch; aber mit dem Kindergartenbus ist es  angenehmer)
  • ob ihr die Kosten, die dadurch für die Gemeinde entstehen, bewusst sind – der Bus fährt für ein Kind, steht den restlichen Tag unbenutzt; und ob es für sie  keine andere Möglichkeit gäbe? (ihre Antwort: das werde ich an alle Zeitungen weitergeben…)

Die Vorgeschichte:

In der Gemeinderatssitzung vom 2. August war der Kindergartenbus ein Tagesordnungspunkt; von Bgm. Viktorik war angedacht, eine Mindestanzahl an Anmeldungen für die Fortführung des Busses zu beschließen, nachdem die Nutzung seit Jahren rückläufig ist. Dies wurde vehement von vielen Gemeinderäten kritisiert, es wurde schließlich beschlossen, „dass der Kindergartenbus bei Bedarf – schon ab einem Kind – wieder weitergeführt wird“. Abstimmungsergebnis: einstimmig

Auch ich habe zugestimmt: im Wissen um die Brisanz des nicht-öffentlichen Tagesordnungspunktes im Anschluss (siehe Bericht von der GR-Sitzung am 27. September, bei der öffentlich darüber berichtet wurde); in Kenntnis, dass Dr. Wolf im Gemeindeamt darauf wartet, den Gemeinderat zur Nahwärme-Haftung zu informieren; im Bewusstsein, dass durch die Dringlichkeitsanträge von GfGR Freudhofmaier ohnedies  Zeit verlorengehen wird; ich wollte keine Zeit für dieses Mini-Thema vergeuden, wenn wesentlich wichtigere Themen anstehen.

In der Gemeindezeitung Anfang Oktober äußerte sich sowohl Freudhofmaier als auch Öfferl zur Wichtigkeit der Fortführung des Busses (Gemeindezeitung Oktober 2016). Dazu einige Gedanken:

Meine eigenen Kinder haben während ihrer Kindergartenzeit den Bus genutzt, ich habe dies damals für sinnvoll gefunden und war froh über dieses Angebot. Das war vor zwanzig Jahren; seither hat sich einiges geändert: viele Mütter sind berufstätig und haben nicht die Möglichkeit, ihr Kind in der Früh zum Bus zu bringen und mittags wieder abzuholen. Freudhofmaier und Öfferl schreiben davon, dass darüber nachgedacht werden sollte, was wir tun können, damit der Bus besser genutzt wird. Ich hoffe, dass die beiden nicht nur „nachgedacht haben“, sondern den Bus auch aktiv unter den Kindergarteneltern beworben haben.

Ich würde es natürlich auch heute begrüßen, wenn der Bus  von vielen Eltern für  ihre Kinder in Anspruch genommen würde. Frau Öfferl tritt für eine Nutzungssteigerung ein – verständlich und positiv, dass sie ihr eigenes Kind für den Bus angemeldet hat,  alles andere wäre unlogisch!

Tatsache ist aber, das ihr Kind das einzige  ist, das angemeldet wurde (Stand 20. Oktober). In diesem Fall sollte meine Frage gestattet sein, ob es sinnvoll ist, auf der Anmeldung und der Inanspruchnahme des Busservices zu beharren. Warum diese Frage ein „Hinwegsetzen über einen bestehenden Gemeinderatsbeschluss“ sein sollte, wie im NÖN-Artikel geschrieben, verstehe ich nicht.

Ich habe in der GR-Sitzung am 2. August dem Antrag zugestimmt, eine Mindestanzahl halte ich dennoch für sinnvoll! Dies gibt es nahezu überall: für ein Kind wird der Kindergarten nicht bis 19:30 Uhr geöffnet bleiben; ein Freigegenstand in der Schule braucht für das Zustandekommen eine Mindestanzahl, ebenso wie die Hortbetreuung; die ÖBB wird am Samstag um 4 Uhr früh nicht für eine Person einen Zug führen…

Ein immer wieder genannter Grundsatz in der ÖVP ist die Subsidiarität = Eigenverantwortung des Einzelnen. Die nächsthöhere Einheit soll nur dann helfend zur Seite stehen, wenn der Einzelne die Aufgabe nicht übernehmen kann. Dieser Gedanke erscheint mir auch für eine Mindestanzahl beim Kindergartenbus ein vernünftiger Ansatzpunkt: bis zu drei Kinder können ohne Probleme in einem normalen PKW transportiert werden = eine Fahrgemeinschaft sollte daher eigenverantwortlich und ohne  Unterstützung der Gemeinde von den Eltern organisiert werden können.

Zum Nachlesen der Artikel in der Mistelbacher NÖN vom 27. Oktober und mein geplanternoen-26-oktober-gruene-wollen-kindergartenbus-einsparen-2-2 Beitrag für die Gemeindezeitung im Dezember, wo ich ohnedies ergänzend einen Beitrag auf der Homepage beabsichtigt hätte:

Kindergartenbus Gemeindezeitung Dezember 2016

 

Übersiedlung Gemeindeamt

Der Umbau ist soweit fertiggestellt, dass die Gemeindebediensteten ab 31. Oktober in den vorderen Teil des Gemeindeamtes  rück-übersiedeln können. Aus diesem Grund ist das Gemeindeamt von

Montag, 31. Oktober bis  einschließlich Montag, 7. November geschlossen!

Anschließend werden die rückwärtigen Teile des Gemeindeamtes (ehemaliges Hilfswerk) entsprechend umgestaltet und eingerichtet. Dieser Trakt steht zukünftig als Sozialraum für die Gemeindearbeiter (mit WC, Dusche und Umkleidemöglichkeit) und als Besprechungsraum für kleinere Sitzungen (z.B. Gemeindevorstand) zur Verfügung. Die Küche wurde bereits zu Beginn der Umbauarbeiten in die aktuelle Räumlichkeit verlegt.

Im Katastrophenfall ist die Gemeinde auch Einsatzzentrum (der Bürgermeister hat die Einsatzleitung) und muss dementsprechend ausgestattet werden. Darum wird sich GR Harald Berger kümmern, der auch Zivilschutzbeauftragter der Gemeinde ist.

 

 

 

 

Verbindliche Anmeldung zu e-car-sharing

Am 11. Oktober hat Hr. Hartmann von der Windkraft Simonsfeld bei der Info-Veranstaltung zu e-car-sharing umfassend und kompetent informiert und Fragen beantwortet. Probefahrten mit dem Renault Zoe wurden angeboten, Hr. Kronsteiner von der Fa. Polke, Mistelbach ist für Fragen zum Fahrzeug zur Verfügung gestanden.

Eine verbindliche Anmeldung ist mit diesem Formular möglich (Verbindliche Anmeldung Kreuzstetter Stromgleiter), bitte bis spätestens Ende Oktober beim Gemeindeamt abgeben. Für ein Zustandekommen von e-car-sharing in Kreuzstetten sind ca. 15 Personen  erforderlich. In anderen Orten funktioniert’s – es wäre schön, wenn diese umweltschonende und zukunftsträchtige Form der Mobilität auch in der Gemeinde Kreuzstetten realisiert werden könnte!

Volksschul-Renovierung Stand Anfang Oktober 2016

Lange hat es zur Volksschulrenovierung keinen Beitrag gegeben, auch Arbeiten sind noch keine zu sehen.

Der Grund dafür: die Gemeinde hat um EU-Förderung angesucht (ELENA – European Local Energy Assistance). Diese Förderschiene deckt einen großen Teil der Planungskosten für nachhaltige Energieprojekte ab (darunter fällt auch die Sanierung der Volksschule). Voraussetzung dafür war allerdings, dass vor Förderzusage keinerlei Planungen vorgenommen werden dürfen.

Einen EU-Förderantrag zu stellen, ist nicht so einfach; die dafür nötigen (Englisch)kenntnisse  übersteigen das normale Schulenglisch oder sonstiges Fachenglisch bei weitem. Die Gemeinde hat sich daher Unterstützung geholt. Die Förderung in der Höhe von EUR 36.000,– wurde mittlerweile genehmigt (abzüglich Kosten von EUR 5.800,–  für die Erstellung des Förderansuchens und den EU-Kontakt), dies war der Startschuss für die Tätigkeit der Arbeitsgruppe.

Was ist bisher geschehen:

  • Von BM DI Böck wurde eine Bestandsaufnahme des  Turnsaaldaches durchgeführt, ein Leistungsverzeichnis erstellt und   Kostenvoranschläge eingeholt.
  • GfGR Karl Toifl wird zukünftig bei den Sitzungen der Arbeitsgruppe anwesend sein, da er im Gemeindevorstand für die öffentlichen Gebäude zuständig ist. Das Team zum Umbau der Volksschule besteht somit aus der Arbeitsgruppe (GfGR Roland Kreiter, GR  Andreas Gröger, GR Johannes Gepp, GR Ing. Herbert Gebhart),  GfGR DI (FH) Karl Toifl, Dir. Silvia Heinisch, BM DI Martin Böck
  • Der nötige Schutzgerüstaufbau für die Dachsanierung beim Turnsaal würde ca. netto EUR 5.500,– kosten. Geplant war die Dachsanierung ja schon für den Sommer 2016, damit die PV-Anlage zeitgerecht errichtet werden kann. Auch für den Fenstertausch und die Turnsaalisolierung ist ein Gerüst nötig – die entsprechenden Kosten würden daher zweimal anfallen.Daher hat die AG einstimmig die Errichtung der PV-Anlage am Turnsaaldach verschoben. Für die Tarifförderung der  ÖMAG war die Errichtung der Anlage bis Ende September 2016 Voraussetzung – die Größe der PV-Anlage wird daher neu überlegt werden müssen.
  • Am 8. September hat das Team zum Umbau die Volksschule Hochleithen besichtigt, wo in den vergangenen Jahren ebenfalls umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt wurden.
  • Beim Volksschuldach sollte eine Dämmung  noch vor dem Winter durchgeführt werden – BM DI Böck hat diesbezüglich eine Begehung des Daches durchgeführt. Aufgrund der Dachstuhlkonstruktion ist dafür jedoch ein großflächiges Abdecken der Eindeckung notwendig, die Dämmung wird daher erst im kommenden Jahr eingebracht.
  • Alle Fenster/Türen aus Alu in der Schule und im Turnsaal werden getauscht; ein Tausch der vorhandenen Kunststofffenster ist laut Arbeitsinspektorat nicht erforderlich.
  • die AG hat zahlreiche Wünsche für den Umbau und die dafür nötigen Ausschreibungen formuliert
  • bei der Sitzung am 3. Oktober wurden Vertreter des FCK und des Musikvereins eingeladen, um gemeinsam über den gewünschten Zubau zu sprechen.

In den nächsten Monaten sollen die nötigen Pläne für die Sanierungsarbeiten erstellt und die Ausschreibungen durchgeführt werden. Geplant ist die Durchführung der Bauarbeiten in den Ferienmonaten 2017!

Der konkrete Auftrag an die Arbeitsgruppe umfasst folgende vier Teile:

  • Sanierung Schulgebäude
  • Sanierung Turnsaal
  • Möglicher Zubau
  • Außenanlagen – Verkehrssituation; das vom Vorstand im Frühling beschlossene Verkehrsgutachten dazu wird in Kürze vorliegen

Zum Zubau: dieser wird maßgeblich von den Kosten und der  möglichen Förderung des Landes abhängen. Dieser Zubau dient primär der Schule (auch die Förderungen werden für die Schule beantragt), eine Mitnutzung der Vereine ist zwar angedacht und wünschenswert – in erster Linie ist aber an Räumlichkeiten für die Schule gedacht!

 

Gemeindeumbau Oktober 2016

In Riesenschritten nähert sich der Umbau der Fertigstellung!

9-oktober-2016-pflasterung-aussen

oktober-2016-bodenbelag

 

 

 

 

Die Stellplätze bei der e-Tankstelle sind gepflastert, die Elektro-Ladesäule ist bestellt und wird demnächst montiert. Der Bodenbelag in den Arbeitsräumen ist verlegt, die Wände gestrichen, die Fliesen im Eingangsbereich und im Behinderten-WC sind verlegt.

wolfgang-mit-den-moebeln-19-10Ursprünglich war geplant, die Möbel großteils zu übernehmen – mit Wolfgang als Tischler kann der Bürobereich kostengünstig und maßgeschneidert mit neuen Möbeln ausgestattet werden! Die vorhandene Schreibtischgruppe wird voraussichtlich in den ehemaligen Hilfswerk-Räumlichkeiten als Besprechungstisch Verwendung finden.

 

neue-schreibtische-19-10wolfgang-und-fari-19-10Wolfgang und Fari bei der Arbeit. Links sieht man den neuen Schreibtisch im Buchhaltungs-Büro.

 

 

empfang-tuere-19-10Der Empfangsbereich, wo kleinere Wünsche erledigt werden können oder die BesucherInnen zu den anderen Gemeindebediensteten oder dem Bürgermeister weitergeleitet werden. Durch das Glas kann man auch die neuen Türen (WC, Abstellraum) sehen.

 

 

oktober-2016-decke-und-beleuchtung

Beleuchtung und Deckenpaneele sind montiert – ein helles und freundliches Gemeindeamt wird bald für die Gemeindebevölkerung (und natürlich für die Bediensteten) zur Verfügung stehen.

Die Übersiedlung sollte bis zum Jahresende erfolgen!

Bericht von der GR-Sitzung am 27. September

Beim ersten Tagesordnungspunkt berichtet Rechtsanwältin Dr. Annika Wolf zur finanziellen Lage der Nahwärme und der daraus resultierenden Gefahr für die Marktgemeinde Kreuzstetten. Somit wurde  das Thema des nicht-öffentlichen TO-Punktes bei der GR-Sitzung am 2. August nun auch öffentlich gemacht: zur GR-Sitzung am 2. August. Bürgermeister Viktorik wird dazu in der Gemeindezeitung ausführlich berichten, trotzdem eine kurze Zusammenfassung:

  • 2011 hat die Nahwärme zum Aufbau des Kraftwerks und des Leitungsnetzes einen Kredit über 2,5 Mio  Euro aufgenommen, die Gemeinde hat für diesen Kredit eine Bürgschaft übernommen.
  • Die Nahwärme konnte aus mehreren Gründen den Kredit nicht, wie vertraglich vereinbart, bis zum 30. August 2016 zurückzahlen – für den noch ausständigen Kreditbetrag von 1,2 Mio Euro haftet die Gemeinde.
  • Die Bürgschaft wurde durch das Land NÖ genehmigt. Weder dem damaligen Gemeinderat noch der jetzigen Gemeindeführung waren die möglichen Folgen für die Gemeinde bis vor kurzem bewusst. Es besteht das Risiko, dass die Bank den noch ausständigen Betrag von der Gemeinde als Bürge und Zahler einfordert – die Folge wäre der Gemeindekonkurs!
  • Durch intensive Gespräche mit der Bank konnte ein Aufschub der Fälligstellung des Kredites bis Mai 2017 erreicht werden. Damit haben die Gemeinde und die Gesellschafter der Nahwärme etwas Zeit für eine Umstrukturierung der Nahwärme gewonnen.  Weitere Gesellschafter können gesucht werden, die Kreditlaufzeit verlängert …
  • Die Haftung der Gemeinde besteht weiter, somit auch die wirtschaftliche Gefahr für die Gemeinde. Ziel sowohl der politischen Vertreter als auch der Nahwärme-Gesellschafter muss es sein, diese schwierige Situation zu bereinigen. Mit Frau Dr. Wolf von der Kanzlei PHH steht der Gemeinde eine erfahrene Expertin für Restrukturierung und Finanzierung zur Seite.

WICHTIG: die Nahwärme Kreuzstetten wird – in welcher Form auch immer – weiterbestehen! Jeder neue  Anschluss ist positiv für die finanzielle Lage der Nahwärme. Bestehende AbnehmerInnen brauchen keine Sorge zu haben, dass ihr Haus/ihre Wohnung kalt bleiben könnte!

Der zweite Tagesordnungspunkt war ein Dringlichkeitsantrag des Bürgermeisters: Die Gemeinde soll mit der Nahwärme einen Servitutsvertrag (Dienstbarkeit) abschließen. Damit wird die Nutzung der Gemeindestraßen durch die  Nahwärme (Leitungen) geregelt und im Grundbuch eingetragen. Die Bank kann somit  nicht nur über das Grundstück samt Kraftwerk der Nahwärme als Kredit-Absicherung verfügen, sondern auch über die Leitungen zu den Haushalten. Ein wichtiges positives Signal für die Bank; es zeigt auch die  Bereitschaft der Gemeinde, eine gute Lösung im Einvernehmen mit der Bank  zu finden.

Umso unverständlicher die Diskussion, die sich rund um diesen TO-Punkt entwickelt hat. GR Mag. Fuchs bekrittelt, dass nicht alle Gemeinderäte den Vertrag gelesen hätten und somit nicht zustimmen könnten. Vzbgm. Freudhofmaier regt an, den Servitutsvertrag erst in den nächsten GR-Sitzung zu beschließen. RA Wolf war bei diesem TO-Punkt noch anwesend, hat den Vertrag erläutert – trotzdem waren einige Gemeinderäte der Meinung, dass eine eingehende Prüfung durch den GR erforderlich sei, um hier zuzustimmen.

Ich habe keine juristische Ausbildung und keine jahrelange  berufliche Erfahrung in diesem Bereich! Was sollte ich hier überprüfen? Der Vertrag ist sieben Seiten lang; in den Grundzügen weiß ich, worum es geht. Für Details fehlt mir das Fachwissen! Der Vertrag wurde schließlich einstimmig beschlossen, sehr wenige minimale und unwesentliche Korrekturen wurden vorgenommen.

Bei alledem gibt es auch eine menschliche Seite: Diese schwierige Situation bringt (und brachte in den vergangenen Monaten) Bürgermeister Viktorik, sowohl was die zeitliche, als auch was die psychische Belastung betrifft, an seine Grenzen! Die Unterstützung des Vizebürgermeisters war bisher mehr als enden wollend – und das ist die positivste Formulierung, die ich mir abringen kann!  Seit Beginn der Amtszeit war Bgm. Viktorik mit der Beseitigung diverser Altlasten beschäftigt; für die „normale“ Bürgermeistertätigkeit blieb leider oft wenig Zeit. Die von vielen kritisierte Aussage zum Jugendheim in der GR-Sitzung am 2. August „Ich hatte keine Zeit, mich darum zu kümmern…“ wird in Kenntnis der aktuellen Nahwärme-Thematik hoffentlich für alle verständlich.

Ich sehe es als Verantwortung der Gemeindeführung (= Bürgermeister + Vorstand bzw. Gemeinderat) in dieser schwierigen Situation Einigkeit und Geschlossenheit zu zeigen. Querschüsse und Profilierungsversuche sind alles andere als dienlich und schaden der Gemeinde!

 

Alle anderen TO-Punkte und die Berichte waren weitgehend Routine. Zur Schulsanierung wird in Kürze ein eigener Bericht auf der Homepage erscheinen (Volksschul-Renovierung), zur von einigen Gemeinderäten der  ÖVP kritisierten Rampe gibt es einen Bericht  Die Rampe beim Gemeindeamt – zu teuer und hässlich? Der Bericht zum  Klimabündnis findet sich bei den Beiträgen der Oktober-Gemeindezeitung, ebenso die Einladung zum Vortrag e-car-sharing Gemeindezeitung Oktober 2016

Wer billig kauft, kauft (manchmal) teuer…

Diese Volksweisheit kennen die meisten Menschen aus eigener Erfahrung. Sie gilt auch für die Gemeinde.

Noch deutlicher formuliert es der englische Schriftsteller und Sozialphilosoph John Ruskin (1819 – 1900) in seinem „Gesetz der Wirtschaft“:

„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.“ und:

„Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.“

Aus unserem Alltag wissen wir, wo Preisvergleiche sinnvoll sind – und wo andere Überlegungen wichtiger sind.

In den letzten Monaten wurde von ÖVP und FPÖ bei verschiedensten Themen der Vorwurf in den Raum gestellt, dass die Gemeinde nicht sorgfältig genug mit dem ihr zur Verfügung stehenden Geld umgehen würde:

  • ÖBB-Haltestelle – neue Wartekoje: Kann sich die Gemeinde den Kostenanteil von max. 60.000 € (Zahlung auf drei Jahre verteilt), leisten? Geht es nicht ein bisschen billiger, wenn die Überdachung anders ausgeführt wird? Mit diesen Argumenten hat die ÖVP eine Zustimmung zum Umbau bei der GR-Sitzung im März verweigert. Ein Blick auf die fast fertigen Bauarbeiten bei der Haltestelle sollte alle Zweifler eines Besseren belehren! ÖBB-Haltestelle Niederkreuzstetten
  • Örtliches Entwicklungskonzept: der langjährige Raumplaner der Gemeinde, DI Hrdliczka, hat am 9. Mai die Gemeindevorstände und Ortsvorsteher über die nötige Erstellung eines  ÖEK informiert. Bei der GR-Sitzung am 28. Juni wurde  plötzlich die Meinung vertreten, es sollten noch weitere Angebote eingeholt werden.  Die Position der FPÖ: ein neues ÖEK ist eigentlich unnötig, also sollte es möglichst billig vergeben werden. Ist es wirklich sinnvoll, einen völlig unbekannten Raumplaner als Billigstbieter zu beauftragen, wie auch von der ÖVP gefordert? Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich ÖVP und FPÖ über die Qualitäten anderer Raumplanungsbüros informiert haben (Ich schon! Trotzdem habe ich es für sinnvoll gehalten,  auf die bewährte Zusammenarbeit mit dem örtlichen Raumplaner zu setzen).
  • Photovoltaikanlage am Gemeindeamt: ein TO-Punkt der GR-Sitzung am 28. Juni war ein Grundsatzbeschluss zu einer PV-Anlage für den Eigenbedarf (3-4 kW/p) auf dem Dach des Gemeindeamtes. Von GR Mag. Fuchs wurde verlangt, die Wirtschaftlichkeit zu prüfen, Kostenvoranschläge einzuholen und erst danach einen Beschluss zu fassen. Wir reden hier von  einer sehr kleinen Anlage für den Eigenbedarf! Das Dach ist ideal südseitig gelegen, die PV-Größe ist durch die Dachgröße vorgegeben, durch die Arbeiten im Gemeindeamt wäre ein hoher Eigenverbrauch sichergestellt. Welcher Privathaushalt erstellt für seine konkrete PV-Anlage eine genaue Wirtschaftlichkeitsprüfung, bevor er sie errichtet? Es sind ja ausreichend Erfahrungswerte vorhanden! Kostenvoranschläge im Sommer, in der Urlaubszeit einholen? Nicht so günstig!  Zweifelt jemand, dass die Gemeinde für die Anlage mehrere Kostenvoranschläge eingeholt hätte? Zweifelt jemand an der beruflichen Erfahrung von GR Berger, der sich ebenfalls für eine PV-Anlage ausgesprochen hat? Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – eine PV-Anlage wird demnächst beschlossen und errichtet werden;  sollte jemand  eine Wirtschaftlichkeitsprüfung für nötig finden, kann er sie gerne machen; ich mache sie nicht.
  • Rampe beim Gemeindeamt: dazu findest du hier einen Bericht: Die Rampe beim Gemeindeamt – zu teuer und hässlich?
  • Umfahrungsstraße bei der Volksschule: hier ist der ÖVP plötzlich nichts zu teuer – obwohl es wesentlich billigere und sinnvollere Varianten geben würde  Schulumfahrung – die Fakten

Es ist gut und wichtig, die Kosten im Auge zu haben – die ausschließliche Orientierung an den Kosten ist sicher nicht sinnvoll!