Unser neues Gemeindeauto

Seit kurzem ist die Gemeinde im Besitz eines weiteren E-Fahrzeuges: ein Renault Kangoo, der „große Bruder“ unseres Stromgleiters; ein Ausstellungswagen der Fa. Polke, Mistelbach. Dieses Elektrofahrzeug ist technologisch ein Vorgänger der aktuellen Generation: schwächerer Akku, keine Schnelllademöglichkeit – für den Einsatz als Gemeindefahrzeug für die Arbeiter im Gemeindegebiet aber völlig ausreichend!

Warum braucht die Gemeinde ein weiteres Auto?

Im neuen Auto ist die witterungsgeschützte und diebstahlsichere Aufbewahrung des gemeindeeigenen Werkzeugs möglich – siehe Foto. Dies ist der Grund, warum die Gemeinde schon längere Zeit auf der Suche nach einem passenden Fahrzeug war. Bei der letzten Vorstandssitzung wurde die Anschaffung beschlossen, das Fahrzeug ist geleast, die Batterie (wie auch beim Stromgleiter) gemietet. Geladen wird nachts an der neuen Ladestation in der Gemeindegarage.

Schulumbau: Zu teuer!?

So kritisieren Vizebgm. Freudhofmaier und GR Meister in der Sommer-Gemeindezeitung. Auch in Wolkersdorf sorgt das dortige Bauprojekt Volksschule seit Monaten für heftige Kontroversen. Bei vielen Argumenten sind Ähnlichkeiten unverkennbar. Aus diesem Grund zum Raten und Überlegen für Sie: welche Aussage stammt aus Kreuzstetten, welche aus Wolkersdorf? Und von wem? (Auflösung im anschließenden Beitrag):

  • Aus den derzeit mir bekannten Unterlagen sehe ich die Volksschulsanierung … als nicht leistbar
  • Auf diese Kostenexplosion waren wir nicht vorbereitet … damit wird das Budget auf Jahre belastet und andere wichtige Projekte gefährdet
  • Ich möchte die Entscheidung treffen können, nicht nur alles von Experten beurteilen lassen
  • … es sollte ein „Ideenwettbewerb“ ausgeschrieben werden …
  • Was am besten ist und was leistbar ist, kann und soll der Steuerzahler und Souverän entscheiden
  • die Gemeindeführung hat den Auftrag, mit dem Budget, also dem Geld der Bürger, sparsam und wirtschaftlich umzugehen

Klingt alles sehr ähnlich – hier die „Auflösung“: die erste Aussage stammt von Vizebgm. Freudhofmaier (ÖVP) in der Kreuzstetter Gemeindezeitung. Aussage zwei findet sich sinngemäß auf der Homepage der Grünen Wolkersdorf WUI. Nummer drei ist ein Zitat von GR Erwin Mayer, WUI Wolkersdorf, in der NÖN vom 4. Juli 2017. Nummer vier stammt von GR Ingrid Meister (für die ÖVP Kreuzstetten) in der Gemeindezeitung; Aussage fünf von der Homepage der Grünen Wolkersdorf, die letzte Aussage von GR Meister in der Gemeindezeitung.

In Wolkersdorf kritisiert die Opposition aus Grünen (WUI) und Bürgerliste (MIT:uns) die Entscheidungen der ÖVP-Mehrheit mit Bgm. Anna Steindl – in Kreuzstetten die ÖVP (Opposition?) die Vorhaben von SPÖ-Bgm. Adolf Viktorik. In beiden Gemeinden nicht zum ersten Mal. Dazu ein Zitat von GR Altbgm. Norbert Heurteur (ÖVP Wolkersdorf) in der NÖN vom 4. Juli: „Ich verstehe eins nicht: … Ihr macht alle Sachen schlecht! Warum tut ihr das? Ist es eure Aufgabe, dass ihr alles runtermacht?“, gerichtet an  die Opposition in Wolkersdorf, passend aber auch für die vergangenen Jahre der Kreuzstetter ÖVP.

Ich habe mich  in meiner Vergangenheit als Grüne nie detailliert mit den Streitigkeiten in der Wolkersdorfer Gemeindepolitik auseinandergesetzt, sehr wohl aber manche Positionen der Wolkersdorfer Grünen sehr kritisch gesehen. GR Meister fordert für Kreuzstetten die Ausschreibung eines „Ideenwettbewerbs“ für alternative Planungen. In Wolkersdorf hat es zur Volksschule einen Architektenwettbewerb gegeben. Michael Pfabigan kommentiert dazu in der NÖN vom 29. März das Projekt in Wolkersdorf so: „Viel transparenter als bei der Volksschule kann man ein Projekt nicht mehr angehen. Und Steindl? Sie bekommt ihre Schläge von der Opposition. Egal, was und wie sie’s macht.“

In Kreuzstetten gibt es zum Projekt Volksschulsanierung eine Arbeitsgruppe aus allen Fraktionen, auch die ÖVP hat einen Vertreter entsandt: beteiligte Personen. Die Arbeitsgruppe hat sich in den vergangenen Monaten – unter Einbeziehung von VS-Dir. Silvia Heinisch –  intensiv mit dem Projekt befasst, in der GR-Sitzung wurde das Projekt dem Gemeinderat und der interessierten Bevölkerung Bericht GR-Sitzung 28. März 2017 vorgestellt. Bgm. Viktorik hat in der Gemeindezeitung seine Vorstellungen zur Finanzierung dargestellt – wenn genaue Zahlen zu den Kosten und der Höhe der Förderungen vorliegen, werden diese selbstverständlich dem Gemeinderat als Grundlage für eine Beschlussfassung vorgelegt! Trotzdem kritisiert die ÖVP Kreuzstetten schon im Vorfeld!

Eine weitere Gemeinsamkeit: „Das ist das größte Projekt, das wir in dieser Legislaturperiode vorhaben“ – Bgm. Anna Steindl, Wolkersdorf. „Dies ist eines der größten ‚gemeindeeigenen‘ Projekte“ – Bgm. Adolf Viktorik, Kreuzstetten.

Und weil’s so wichtig ist: parteipolitische Querschüsse sind unnötig und unerwünscht!

 

Bauvorhaben in Streifing, Stand 7. Juli 2017

Bei der Gemeinderatssitzung am 19. April 2017 wurde der Grundstücksverkauf an die Siedlungsgenossenschaft Gebös einstimmig beschlossen.

Trotzdem kommen in der Sommer-Gemeindezeitung dazu kritische Stimmen von der ÖVP. So schreibt Vizebgm. Freudhofmaier unter anderem:

  • „Mit den Entscheidungen, welche wir zum Thema Wohnbau getroffen haben, bin ich nicht zufrieden… Die geplante Anzahl von über 30 Wohnungen in Streifing finde ich übertrieben. Ich bin der Meinung, dass weniger Wohnungen und diese günstiger in der Errichtung und Erhaltung – somit für den Mieter leichter leistbar – sinnvoller wären.“
    • zur Anzahl: geplant sind 6 Reihenhäuser und ca. 20 Wohnungen
    • weniger Wohnungen =  geringere Einnahmen für die Genossenschaft = höherer Mietpreis für die einzelne Wohnung
    • Billiger bauen geht immer – ob das auch sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. So hängt z.B. die Höhe der Heizkosten direkt mit einer hochwertigen Dämmung zusammen. Zwischen dem Wunsch nach günstigen Wohnungen und nachhaltigem Bauen (auch im Sinne des Klimaschutzes) wird sich wohl immer eine Kluft auftun – ein pragmatischer Ansatz (auch im Sinne  der zukünftigen Mieter – Höhe der Betriebskosten) wäre:  hochwertig und nachhaltig – aber so kostengünstig wie möglich; dem entsprechen auch die Vorgaben des Landes für die Höhe der Förderungen!
  • Unsere Jugend braucht Wohnungen, welche weniger als 400 €/Monat kosten und die notwendigen Eigenmittel müssen unter 5000 € liegen.
    • Voraussetzung für die höheren Förderungen bei „Junges Wohnen“ ist unter anderem ein Baurechtsvertrag, d.h. die Gemeinde bleibt Eigentümerin des Grundstücks. Dies ist im Ortszentrum in Niederkreuzstetten geplant – vorausgesetzt, dass  die Förderschiene „Junges Wohnen“ vom Land NÖ 2018 fortgeführt wird
  • Dann müssen wir noch dafür sorgen, dass diese günstigen Wohnungen für Kreuzstetter reserviert bleiben.
    • die Gemeinde hat die Zusage der Gebös, dass bei der Wohnungsvergabe Kreuzstetter bevorzugt werden
    • wenn allerdings aus Kreuzstetten aktuell kein Bedarf ist, werden die Wohnungen an Auswärtige vergeben. Das ist den Streifingern bewusst und sie haben damit auch kein Problem. Wie stellt sich der Vize eine Reservierung für Kreuzstetter vor? Die Gemeinde mietet die freistehenden Wohnungen und trägt die Kosten dafür, bis ein Ortsansässiger die Wohnung will?? Auswärtige bekommen eine Wohnung nur zeitlich befristet, bis ein Einheimischer Bedarf anmeldet??
  • GR Ingrid Meister kritisiert beim gleichen Thema: „Auch hier gibt es wieder keinen Vergleichsanbieter. Die bevorzugte Wohnbaugenossenschaft des Hrn. Bürgermeister kommt zum Zug.“
    • Bitte zuerst bei den (schwarzen) Bürgermeistern der Nachbargemeinden erkundigen, wie diese die Wohnbaugenossenschaften in ihren Gemeinden ausgewählt haben – bevor Forderungen gestellt werden, denn:
    • Keine Genossenschaft wird sich einer Ausschreibung stellen und ihre Pläne vor einer Zusage öffentlich machen.

Etwas Gutes automatisch kritisieren, bloß weil es von einer anderen Partei kommt: das hängt uns allen auf Bundesebene zum Hals heraus; das brauchen wir auf Gemeindeebene sicher nicht!

 

 

Rückblick e-Mobilitätstag Ernstbrunn

© Astrid Knie; v. l.n.r. Bgm Thomas Ludwig, Ladendorf; Stellvertreter der Landeshauptfrau, Dr. Stephan Pernkopf; Bgm Horst Gangl, Ernstbrunn; Stefan Moidl, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Windkraft Österreich, Doris Holler-Bruckner, Redakteurin von oekonews.at; Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld AG; Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich; Georg Hartmann und Andrea Rössler Windkraft Simonsfeld AG; Bgm Adolf Viktorik, Kreuzstetten

Passend zum Tag des Windes fand am Firmengelände der Windkraft Simonsfeld AG in Ernstbrunn der erste Weinviertler E-Mobilitätstag statt. Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld betont: „Saubere Mobilität braucht saubere Energie zum Antrieb. Windkraft und E-Mobilität gehören zusammen.“ Und so konnten die Besucher zahlreiche marktgängige Automodelle besichtigen oder gratis ausprobieren, ergänzt von E-Scootern und E-Bikes. Weiters wurden Vorträge rund um das Thema E-Mobilität angeboten.

Am späten Nachmittag stand dann die Kunst im Mittelpunkt. Im Rahmen des Weinviertelfestivals 2017 startete das Projekt Wort.Wind.Bild von Herbert Marko, u.a. mit der Präsentation der Haiku-Sieger. Aus 600 eingereichten Haiku – japanischen Naturgedichten – wurden von der österreichischen Haiku-Gesellschaft acht Siegergedichte ausgewählt, die künftig einige Windräder im Windpark Kreuzstetten zieren.

Zur Eröffnung des ersten österreichischen Haiku-Wanderweges setzte sich ein langer e-Auto-Konvoi zu den Kreuzstetter Windrädern in Bewegung, wo Bürgermeister Adolf Viktorik den Wanderweg eröffnete.

Wer Lust bekommen hat, die Haiku zu erwandern – es gibt auch eine Beschreibung des Wanderweges Haiku-Wanderweg, weiter unten dazu die Karte. Und hier einen längeren Beitrag mit vielen Fotos von Gabriele Dienstl in den Bezirksblättern! https://www.meinbezirk.at/mistelbach/lokales/wind-weht-worte-haiku-am-windrad-d2168980.html

© Claus Rockenbauer

 

Ein neuer Gemeindearbeiter?

Manchen wird er schon aufgefallen sein – vielleicht haben Sie sich gefragt: Wer ist das? Hat die Gemeinde einen weiteren Gemeindearbeiter eingestellt? Dazu einige Informationen:

  • Bahjat Al Alwnah ist mit seiner Familie Ende 2015 als Füchtling nach Kreuzstetten gekommen. Die Familie hat zuerst im Haus von Gerti Kollath eine Bleibe gefunden, derzeit wohnen sie in der Hauptstraße (im Haus von Fam. Kaiser). Der Asylantrag ist noch in Bearbeitung.
  • Asylwerber dürfen in Österreich kein reguläres Beschäftigungsverhältnis eingehen, dies ist erst nach Abschluss des Asylverfahrens möglich.
  • Von der Gemeinde können Asylwerber mit ihrem Einverständnis für gemeinnützige Hilfstätigkeiten herangezogen werden. Dazu wurde vom Land ein detaillierter Leistungskatalog erstellt: Leistungskatalog
  • Für diese Arbeit ist eine Entschädigungszahlung  von maximal 100 € im Monat erlaubt. Nach diesen Richtlinien ist Herr Al Alwnah seit 1. Juni in der Gemeinde tätig.
  • Dies ist also eine dreifache win-win-Situation:
    • Arbeit ist ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Integration und hilft mit, die sehr lange Wartezeit auf die Erledigung des Asylverfahrens zu strukturieren
    • die Gemeinde kann eine zusätzliche Hilfskraft (gerade im Sommer) gut brauchen
    • 100 € sind nicht viel – trotzdem ist es eine willkommene Aufbesserung der sehr geringen Grundversorgung (nicht zu verwechseln mit der viel höheren Mindestsicherung – darauf haben Asylwerber keinen Anspruch)