Auszeichnung Energiebuchhaltungs-Vorbildgemeinde

©NLK_Burchart

Am 8. September  wurde unsere Gemeinde von LH-Stv. Stephan Pernkopf zusammen mit weiteren 187 niederösterreichischen Gemeinden als Energiebuchhaltungs-Vorbildgemeinde 2017 ausgezeichnet (am Bild die Preisträger des Bezirks Mistelbach). Die Presseaussendung vom Umwelt-Gemeinde-Service dazu: „Gemäß NÖ Energieeffizienzgesetz führen die Gemeinden in Niederösterreich eine Energiebuchhaltung durch, um ihre Energieverbräuche zu überwachen…“ weiterlesen hier: Presseaussendung

Im Februar habe ich erstmals von dieser Auszeichnung gelesen und nach Rückfrage unter anderem an den Bürgermeister geschrieben: „… also die Energiebuchhaltungs-Vorbildgemeinde ist hauptsächlich heiße Luft….“. Ein Papierl (das das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde), ein „Titel ohne Mittel“ …

Nein, stimmt alles nicht! Erstens sehe ich es auch persönlich als Anerkennung, dass meine Initiativen zur Energiebuchhaltung, das Lästig-sein von mir am Beginn meiner Zeit im Gemeinderat Frucht gebracht hat. Es war 2015 eine richtige, gute, zukunftsweisende Entscheidung – schön, dass das auch von „ganz oben“ bestätigt wird. Und diese Entscheidung wurde ohne große Debatten einvernehmlich im Gemeindevorstand getroffen, das kann und soll sich niemand auf seine Fahnen heften!

Zweitens halte ich es auch pädagogisch für ein sehr kluges Vorgehen: nicht mit dem erhobenen Zeigefinger auf die Gemeinden hinzuzeigen, die ihre gesetzliche Verpflichtung nicht erfüllen – sondern die vor den Vorhang zu holen, die es tun! Ob der Energiebericht in den Gemeinden dann die nötige Aufmerksamkeit findet oder in der „Rundablage“ entsorgt wird, darauf hat eine gesetzliche Verpflichtung ohnedies wenig Einfluss. Das hängt primär davon ab, ob diese monatliche Erhebung der Energieverbrauchsdaten als sinnvoll erachtet wird – oder nur als lästige Pflichtübung.

Und drittens: Das Land lässt die Gemeinden beim Thema Energieeffizienz nicht allein, sondern bietet Unterstützung!

Ich freue mich mit der Gemeinde sehr über diese Auszeichnung! In der Gemeindezeitung März 2017 habe ich zum ersten Energiebericht einen Beitrag geschrieben  Klimabündnis März 2017, im Klimabündnis-Beitrag in der nächsten Gemeindezeitung  Klimabündnis Winter 2017 weise ich auf die Auszeichnung hin; und demnächst gibt es einen neuen Energiebericht von unserem Energiebeauftragten Paul Schmid.

Wahlergebnis NR-Wahl 2017 für Kreuzstetten

Nationalratswahl 15. Oktober 2017, Kreuzstetten, ohne Gewähr!

zum Vergleich das Wahlergebnis 2013, ein direkter Vergleich ist wegen der unterschiedlichen Parteienlandschaft nur bedingt möglich! Nationalratswahl 2013 Kreuzstetten

Wahlberechtigte

Abgegebene Stimmen

Gültige Stimmen

Niederkreuzstetten

790

600

598

Oberkreuzstetten

325

249

245

Streifing

157

125

125

Gültige Stimmen

SPÖ

ÖVP

FPÖ

GRÜNE

NEOS

WEIßE

FLÖ

KPÖ

PILZ

GILT

Kreuzstetten gesamt

968

247

338

249

25

36

3

4

3

54

9

SPÖ

ÖVP

FPÖ

GRÜNE

NEOS

WEIßE

FLÖ

KPÖ

PILZ

GILT

Niederkreuz­stetten

173

182

149

20

25

2

3

1

36

7

Oberkreuz­stetten

49

126

36

5

9

0

1

0

17

2

Streifing

25

30

64

0

2

1

0

2

1

0

Baufortschritt Park&Ride am Waldberg

Anfang Oktober haben die Bauarbeiten zur neuen Park&Ride-Anlage am Waldberg begonnen, geplante Fertigstellung Anfang November. Ich werde von Zeit zu Zeit Fotos vom Baufortschritt auf dieser Seite online stellen.

12. 10.2017 P&R Am Waldberg

 

21.10.2017 P&R Am Waldberg
1.11.2017 P&R Am Waldberg

 

 

 

Die Straße Am Waldberg wird in den nächsten Tagen asphaltiert und zukünftig als Einbahn geführt.

 

7.11. Am Waldberg Stromleitungen kommen unter die Erde
10. 11. P&R Am Waldberg, Sickergrube fürs Regenwasser
10.11. P&R Am Waldberg, asphaltierte Parkplätze

LEADER Region Weinviertel Ost feiert Geburtstag!

LR Mag. Karl Wilfing, die Geschäftsführerin der LEADER Region Weinviertel Ost DI Christine Friedl und Obmann Bgm. Kurt Jantschitsch

In Zusammenarbeit mit 57 Gemeinden aus den Bezirken Mistelbach, Gänserndorf und Korneuburg wurde 2007 die LEADER Region Weinviertel Ost ins Leben gerufen. Damit sollten konkrete Projekte und Aktivitäten mit Fördermitteln aus dem europäischen LEADER-Programm unterstützt werden. Seit der Gründung  konnten über 400 Projekte mit einer Summe von mehr als 14 Millionen Euro gefördert werden,  jedes einzelne hat einen Beitrag zur Entwicklung des östlichen Weinviertels geleistet.

Am 2. Oktober wurde im Stadtsaal Mistelbach der 10. Geburtstag der LEADER Region Weinviertel Ost gefeiert. Auch die Geburtstagstorte und eine große Schar an Mitfeiernden durfte dabei nicht fehlen!

Hinter dem abgekürzten Begriff LEADER verbirgt sich ein europäisches Förderprogramm, das für die Entwicklung der ländlich geprägten Region im östlichen Weinviertel ganz entscheidend ist. Die Grundidee ist, die Menschen in der Region dabei zu unterstützen, ihre Heimat zu stärken und positive Impulse in der Region zu setzen.

Gabriele Dienstl, GR Christine Kiesenhofer

Vom zur Verfügung stehenden Fördergeld haben auch Projekte in Kreuzstetten profitiert:

  • die 2012 eröffnete Kürbiskerntrockenanlage mit einem Fördervolumen von 101.000 €
  • die revitalisierte Kellergasse in Oberkreuzstetten
  • ganz aktuell: der Gmoabauernlodn Gmoabauernlodn

Bei der Feier habe ich als Vertreterin der Gemeinde Kreuzstetten teilgenommen, dazu ein  Bericht in den Bezirksblättern von Karina Seidl https://www.meinbezirk.at/gaenserndorf/lokales/meilensteine-fuer-die-zukunft-des-weinviertels-d2270666.html

 

Müllgebühren – GAUM – 2. Teil

Bei der Gemeinderatssitzung am 19. September war auch die NÖN-Redakteurin Theodora Höger anwesend, die künftig über unsere Gemeinde in der NÖN berichten wird. Hier ihr Beitrag zur GR-Sitzung, zentral  darin die Debatte um die Kreuzstetter Müllgebühren.

Bereits im vorigen Beitrag habe ich darauf gedrängt, dass die Müllgebühren angepasst werden müssen (unabhängig von einem Beitritt zum GAUM), weil sie nicht kostendeckend sind. Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung wurden die Müllgebühren der Nachbargemeinden erhoben; die durchschnittlichen Müllgebühren der Nachbargemeinden (Kreuttal, Großrußbach, Mistelbach, Ulrichskirchen, Wolkersdorf) habe ich den aktuellen Gebühren in Kreuzstetten und den Gebühren bei einem GAUM-Beitritt gegenüber gestellt:

Durchschnitt Nachbar­gemeinden

Gebühren derzeit in Kreuzstetten

Kreuzstetten beim GAUM

Erhöhung auf den Durchschnitt der Nachbargemeinden

Erhöhung bei Beitritt GAUM

Restmüll 120 l € 143,66 € 120,– € 141,90 19,7 % 18,3 %
Restmüll 240 l € 194,75 € 175,– € 176,22 10,5 % 1 %
Biomüll 120 l, 32 Abholungen € 91,47 € 70,40 € 94,71 (41 Abholungen) 29,9 % 34,5 %; bei einer Steige­rung der Abho­lun­gen um 28 %

Ein Beitritt zum GAUM wäre also durchwegs kostengünstiger als eine Erhöhung der Gebühren auf das Niveau der Nachbargemeinden. Man kann wohl davon ausgehen, dass diese Gemeinden ihren Bürgern nicht mehr als die tatsächlichen Kosten verrechnen.

Vizebgm. Freudhofmaier wird im Artikel zitiert: “ Die Abrechnung der Personalkosten ist kein Aufwand. Das macht der Computer ja auf Knopfdruck!“ Dazu möchte ich klarstellen: Die Zuordnung der Personalkosten zu den jeweiligen Kostenstellen war in der Vergangenheit kaum möglich und wurde auch nicht als notwendig erachtet. In seiner Jahresbilanz 2016 berichtet der Bürgermeister, dass mit dem neuen K5-Gemeindeprogramm die Erfassung des  tatsächlich anfallenden Stundenaufwands der Gemeindearbeiter möglich ist. Damit ist zukünftig eine Kostenwahrheit für die einzelnen Buchungskonten möglich.

Unter Altbgm Strobl war dies so nicht möglich und wurde vom Land auch nicht gefordert – jetzt ist es möglich, jetzt wird es auch eingefordert! Altbgm Strobl kritisiert in einem Mail im März 2017 (an Bgm Viktorik und mich, er bezieht sich darin u.a. auf meinen Beitrag zur Gebarensprüfung auf dieser HP) die hohe Steigerung der Ausgaben bei der Müllbeseitigung von 2014 auf 2015. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Personalkosten berücksichtigt wurden! Es ist also falsch, Altbgm Strobl die zu geringen Gebühren in der Vergangenheit anzulasten  – es ist aber auch falsch, die Steigerung der Kosten Bgm Viktorik vorzuwerfen. Die Möglichkeiten zur genauen Erhebung der Kosten haben sich wesentlich verändert, Kostenwahrheit ist nötig und wird auch vom Land eingefordert. Dies hat auch Bgm Viktorik in der GR-Sitzung mehrfach betont.

Niemand ist über eine Erhöhung der Müllgebühren erfreut! Dies wird aber so rasch wie möglich nötig sein!