Ergebnis Landtagswahl 28. Jänner 2018 Marktgemeinde Kreuzstetten

Seit ich nicht mehr in der Gemeindewahlbehörde vertreten bin, habe ich auch keinen Zugang zum Wahlergebnis der Gemeinde. In diversen Online-Medien ist das Ergebnis der ganzen Gemeinde zeitnah abrufbar, üblicherweise aber ohne die Sprengelwahlergebnisse.

Ich habe den Administrator der Gemeinde-Homepage, Andreas Gröger, vor einigen Tagen um Verlautbarung des Wahlergebnisses auf der Startseite der Gemeinde-HP unter „News“ gebeten https://www.kreuzstetten.at/, ich habe unsere Amtsleiterin, Eva Wohlmuth, um den Aushang des Gemeindewahlergebnisses auf der Anschlagtafel ersucht. Für mich ist dies ein wichtiger Bestandteil der „Informationspflicht“ der Gemeinde für die Gemeindebevölkerung. Ich hoffe, Sie werden am Wahlabend fündig!

 

 

Ausbau der Laaer Ostbahn – S2 geplant

Die Rede davon ist schon seit zwanzig Jahren, in den letzten Monaten kam Bewegung in die Sache. Darüber reden durfte man nur hinter vorgehaltener Hand – streng geheim. Die öffentliche Ankündigung durch die Politik, dass der Ausbau wirklich angegangen wird, ist natürlich ein Wahlzuckerl; trotzdem sind die Hoffnungen groß, dass in den nächsten Jahren etwas passiert. Sowohl in den Bezirksblättern als auch in der NÖN wurde groß darüber berichtet, der Artikel der Bezirksblätter zum Nachlesen.

Was soll konkret geschehen? In unserem Streckenabschnitt fehlt zwischen Neubau-Kreuzstetten und Schleinbach ein zweigleisig ausgebauter Kreuzungsbereich, um eine Taktverdichtung durchführen zu können. Der Bahnhof Neubau-Kreuzstetten ist zweigleisig, hier können Züge kreuzen, in Schleinbach auch. Wo dazwischen ein solcher Kreuzungsbereich (technisch) errichtet werden kann/soll, muss die ÖBB entscheiden. Die Aussage der Landespolitiker, dass Geld für diesen Ausbau explizit im Investitionsplan vorgesehen ist (100 Millionen) stimmt hoffnungsvoll. Im Mobilitätskonzept NÖ 2030+ der Landesregierung aus dem Jahr 2015  ist davon nämlich noch keine Rede! Ein ungelöstes Problem bleibt trotzdem die Stammstrecke durch Wien, ein „Flaschenhals“, der an seiner Kapazitätsgrenze angelangt ist.

Ich habe Karl Mechtler von der Ladendorfer Pendlerinitiative dazu befragt (der auch zum Pressegespräch eingeladen war und am Foto zu sehen ist), seine Aussage ist ein passender Schlusspunkt zu diesem Beitrag:

Nachdem das Weinviertel jetzt ziemlich mit Straßen gesättigt ist, gibt es endlich mehr Raum für den öffentlichen Verkehr!

Protest gegen das AKW Dukovany

Bei der grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung zum Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks Dukovany hat es eine gemeinsame Stellungnahme der Bundesländer gegeben. Nähere Information dazu finden Sie im Artikel der Bezirksblätter Mistelbach vom 18. Jänner.

Was können wir selbst, was kann Österreich tun, um den Atom-Ausstieg voranzutreiben?

  • Lautstarkes Eintreten der Bundesregierung für einen EU-weiten Ausstieg aus der Atomkraft, Verbot der Subventionierung für Atomkraftwerke. Richtungsweisend dabei wird der Ausgang der Klage Österreichs gegen die Gewährung von Beihilfen für das britische AKW Hinkley Point sein. Die Klage wurde im Oktober 2017 vor dem Europäischen Gerichtshof eingebracht, mit einer Entscheidung ist in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu rechnen. Auch zum ungarischen AKW Paks wird Österreich eine Klage gegen den beihilferechtlichen Beschluss der Europäischen Kommission betreffend Ausbau von Paks II beim Europäischen Gerichtshof einreichen. oekonews Klage gegen Paks 27.1.2018
  • Zügiger Ausbau erneuerbarer Energie Entscheidungsjahr 2018, Entwicklung leistungsfähiger Speichertechnologien
  • bewusste Wahl des Stromanbieters: bis das letzte AKW in Europa vom Netz genommen wird, kommt aus unseren Steckdosen Atomstrom. Auch wenn Niederösterreich damit wirbt, dass das Bundesland bereits  mehr als 100 % des Strombedarfs aus erneuerbarer Energie erzeugt – in Spitzenzeiten wird (Atom)strom importiert. Der WWF hat erst kürzlich ein Ranking der Stromanbieter veröffentlicht, darin zeigt sich, dass Unternehmen sehr erfinderisch sind, ihren „schmutzigen“ Strom (fossile Energieträger oder Atomstrom) sauber zu waschen. Stromanbieter-Check In diesem Ranking der Grünstromanbieter ist die oekostrom AG auf dem sehr guten vierten Platz, die EVN belegt den viertletzten Platz. Damit wird die Entscheidung der Gemeinde im Frühling 2016 zum Wechsel des Strombezugs von der EVN zur oekostrom AG (an diese Firma liefert die Windkraft Simonsfeld den Strom aus „unseren“ Windrädern) eindrucksvoll bestätigt. Wohin das Geld aus unserer Stromrechnung fließt, das entscheiden wir selbst!

Gemeinde-Abgabenvorschreibung elektronisch empfangen

In der Winter-Gemeindezeitung war die Beilage zum elektronischen Sendungsempfang beigelegt – mittlerweile gibt es auf der Gemeinde-Homepage das Formular für die Einverständniserklärung zum Download: https://www.kreuzstetten.at/ELEKTRONISCHE_ZUSTELLUNG_KOMMUNALER_SENDUNGEN

Als Hilfestellung beim Ausfüllen des Formulars: im Informationstext wird die EDV-Nummer  der Abgaben- bzw. Gebührenvorschreibung verlangt. Auf meine Anfrage dazu bei der Gemeinde wurde die Bezeichnung in der Einverständniserklärung auf „Kundennummer“ geändert;  diese findet sich auf der Gemeinderechnung rechts oben!

Ich freue mich, dass meine Anregung zum elektronischen Sendungsempfang (die ich auch in der Gemeindezeitung im Herbst 2017 kurz angesprochen habe: „Wollen Sie die Gemeinde­vor­schreibung wahlweise elektronisch statt in Papier­form?“) von der Gemeinde aufgegriffen wurde. Damit spart die Gemeinde Arbeit, Portokosten und Papier, wir entlasten unsere Altpapiertonne – ein Versuch ist es auf jeden Fall wert. Ich habe damit auch keine Erfahrung und lass mich überraschen!