Windpark Kreuzstetten, August 2018

Aufmerksamen Beobachtern ist nicht entgangen: die neuen Windräder sind fertig montiert, die Kräne haben ihre Aufgabe erfüllt und wurden abgezogen. Nähere Info auf der HP der Windkraft Simonsfeld https://www.wksimonsfeld.at/deutsch/unternehmen/news/windpark-kreuzstetten-sieben-neue-anlagen-sind-errichtet.html

Gemeindezeitung Herbst 2018

Am 22. August war Redaktionsschluss; im Folgenden die von mir eingesandten Beiträge für die Herbst-Gemeindezeitung.

Aktualisierung 15. September: vom Bgm. habe ich letzte Woche erfahren, dass der Redaktionsausschuss noch gar nicht zusammengekommen ist. Fast einen Monat nach Redaktionsschluss wartet die Gemeindezeitung noch immer auf die Freigabe durch den Ausschuss, erst dann erfolgt der Druckauftrag  und die Verteilung. Begründung: vorher war keine Zeit!? Bereits in meiner Zeit als Gemeindevorstand habe ich darauf gedrängt, in Verbindung mit dem Redaktionsschluss sofort einen zeitnahen Termin für den Redaktionsausschuss zu vereinbaren. Aktuellere Beiträge wären so möglich

Es verwundert mich nach Lektüre der Gemeindezeitung (Redaktionsschluss 22.8., Zeitung  am 27. September an die Gemeinde geliefert), dass Bgm. Viktorik in seinem Beitrag über Beschlüsse der GR-Sitzung (18. September) berichten kann. Für wen gilt der Redaktionsschluss – und für wen nicht?

…bitte auch für unsere Gemeinde!

2016 hat sich der Gemeinderat zu einem Wechsel des Energieversorgers entschlossen: von der EVN zur oekostrom AG. Im Jahresrückblick 2016 fasst Bgm. Viktorik die Gründe kompakt zusammen. Der Vertrag läuft Ende 2018 aus, in der GR-Sitzung im Juni hat GfGR Toifl berichtet, dass die EVN wieder mitbieten möchte und Angebote eingeholt werden.

Es ist leider zu befürchten, dass die EVN alles daran setzen wird, das „verlorene Kind“ zurück zu gewinnen und einen konkurrenzlos niedrigen Preis bieten wird. Seit 2015 gilt im Vergaberecht das Bestbieterprinzip.  Der niedrigste Preis ist nicht mehr das alleinige Kriterium!

Die Argumente für die oekostrom AG, die ich den Gemeinderäten im Vorfeld der Abstimmung sehr deutlich nahe bringen werde:

  • ökologischer Stromanbieter, 100 % erneuerbare Energie, der Erzeugermix entspricht den Kriterien des Umweltzeichens. Näheres siehe: Strom aus unseren Windrädern…
  • Die Windkraft Simonsfeld liefert ihren Strom an die oekostrom AG, das heißt wir beziehen indirekt den Strom aus „unseren“ Windrädern
  • Die Gemeinde besitzt zwei Elektroautos – diese sind aber nur so „sauber“ wie der Strom, mit dem sie geladen werden.
  • für die neuen Windkraftanlagen der Simonsfeld AG bekommt die Gemeinde jährlich 72.000 €, damit finanzieren wir unseren Volksschulumbau  Finanzierung Volksschulrenovierung. Es kann nicht sein, dass die Gemeinde das Geld für die Windräder gerne nimmt – den Strom daraus aber nicht!

Bei der Sitzung 2016 waren einige Gemeinderäte der Ansicht, dass die Herkunft des Stroms irrelevant sei. Darauf habe ich in der folgenden Gemeindezeitung Bezug genommen, zum Nachlesen hier: Klimabündnis Juni 2016

2016 habe ich mich noch für Umweltzeichen-zertifizierten Strom ausgesprochen Stromvertrag März 2016. Dazu habe ich meine Meinung geändert. Privat beziehe ich UZ-Strom: es ist mein eigenes Geld und damit kann ich machen, was ich will. Ich bin aber der Meinung, dass es nicht Aufgabe der Gemeinde ist, in dieser Richtung Initiativen zu setzen (sondern des Bundes, der „schmutzigen“ Strom belasten und/oder „sauberen“ Strom stärker fördern sollte).

Wir sind Klimabündnis-Gemeinde, sowohl im Jahresbericht 2016 des Bürgermeisters als auch im NÖN-Artikel  wird von einer „sauberen Lösung für eine saubere Umwelt“ gesprochen. Diese sollte unbedingt auch in Zukunft fortgesetzt werden.

Aktualisierung: in der GR-Sitzung vom 4.12.2018 hat  der GR fast einstimmig (eine Enthaltung)  die Fortführung des Energieliefervertrags mit der oekostrom AG beschlossen! Ökostrom für die Gemeinde

NÖN vom Herbst 2016

 

Strom aus „unseren“ Windrädern…

Die neuen Windräder im Windpark Kreuzstetten sind fast fertig montiert – im Laufe des Septembers sollen sie ans Netz gehen. Mit den bereits bestehenden Windkraftanlagen erzeugen sie Strom für mehr als 30.000 Haushalte!

Dieser Strom kann nicht direkt bezogen werden, aber indirekt bei der oekostrom AG. Bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen schätzen wir den Bezug vom Bauern  oder über den Gmoabauernlodn. Da weiß man, woher die Produkte kommen und stärkt mit seinem Einkauf die heimische Landwirtschaft. Ähnliches gilt auch für den Strom, den wir täglich benötigen: wir können sauberen Strom  beziehen, der vor unserer Haustür „geerntet“ wird.

Die oekostrom AG handelt mit 100 % erneuerbarer Energie aus Österreich, die Zusammensetzung entspricht den Umweltzeichen-Kriterien.

beide Grafiken aus dem Stromkennzeichnungsbericht der E-control 2017

Im Gegensatz dazu  besteht der Strom bei der EVN zu mehr als 27 % aus fossilen Quellen (Kohle, Erdgas). Eigentümer der EVN ist nicht nur das Land NÖ (51 %), sondern auch die EnBW (33 %), ein deutscher Atomstromkonzern. Egal, welchen ökologischen Produktmix die EVN anbietet: entscheidend ist die gesamte Strom-Zusammensetzung des Anbieters (der Versorgermix);  ein Teil der Gewinne der EVN  fließt in einen  Atomstromkonzern.

Der Stromanbieter-Check von WWF und GLOBAL 2000 berücksichtigt diese oft verschleierten Fakten. Dort kommt die oekostrom AG auf den vierten Platz (solide Grünstromanbieter), die EVN landet  auf dem viertletzten Platz (Stromanbieter mit bitterem Beigeschmack) Stromanbieter-Check Kurzfassung

Ein Wechsel des Stromlieferanten ist seit Jahren einfach und problemlos möglich, hier der Link zur oekostrom AG https://oekostrom.at/strom#privatkunden. Bei Lebensmitteln kennen wir den Slogan „Fahr nicht fort, kauf im Ort!“ Einen Slogan für lokalen Strom gibts nicht, aber: es ist ein gutes Gefühl, sauberen Strom aus der Gemeinde zu beziehen und nicht fossile Energie von irgendwo (oder Atomstrom); ganz unabhängig, ob einem die Windräder optisch gefallen oder nicht. Und gut für die Umwelt ist es außerdem!

Werbung für Erdgas-Anschluss?

Sie haben in den letzten Tagen eine persönlich adressierte Werbung der Netz NÖ für einen Erdgasanschluss bekommen? Dann haben Sie so wie ich die Möglichkeit zum Anschluss ans Gasnetz, sind aber nicht angeschlossen. Mit einer Förderung  von 1.000 € möchte der Netzbetreiber zum Anschluss motivieren Förderung für Gasanschluss.

Ich habe diese Vorgangsweise bei der Netz NÖ kritisiert. Gas-Brennwertthermen werden oft noch als klima- und umweltfreundliche Option beworben. Doch auch fossiles Erdgas verursacht Treibhausgasemissionen und muss mittelfristig durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden.

Sie haben auch eine Nahwärmeleitung in Ihrer Straße? Dann bevorzugen Sie bitte diesen Wärmeversorger mit erneuerbaren, lokalen Energiequellen. Über andere Möglichkeiten für eine nachhaltige, ökologische Heizung informiert Sie die kostenlose Energieberatung der eNu http://www.energieberatung-noe.at/heizen

Zur Nahwärme findet man aktuell im Internet leider nur wenig. Als Ansprechpartner für die Nahwärme Kreuzstetten wird von der Fa. ENGIE im Internet Hr. Manfred Dietl T: +43 5 740 36 1357 manfred.dietl@at.engie.com angegeben. Oder Sie kontaktieren die Gemeinde.