Tausche Goldklumpen gegen Pferd!

Das Märchen vom „Hans im Glück“ ist allgemein bekannt: Glück und Zufriedenheit lassen sich mit Geld und materiellen Gütern nicht erkaufen! Wenn man aber das Märchen  auf die materielle Komponente reduziert, ist Hans ein Dummkopf. Allen Lesern leuchtet ein, dass Hans einen schlechten Tausch gemacht hat und der Goldklumpen einen wesentlich höheren Wert als das Pferd hatte.

Warum muss ich an dieses Märchen denken, wenn ich mir den letzten Punkt des Vertragsentwurfes mit Fa. 10hoch4 zu Gemüte führe? Ich zitiere aus dem mir und allen Gemeinderäten am 16.11.2018 zugegangenen Entwurf:

„Die Vertragspartner… erklären, dass ihnen nach den derzeit gegebenen Verhältnissen der wahre Wert der Vertragsinhalte bekannt ist und sie Leistungen und Gegenleistungen als beiderseits angemessen anerkennen.“

Aha! Die Gemeinde muss  die Schenkung von 20 Jahre alten (noch funktionstüchtigen) PV-Anlagen unwiderruflich annehmen, stellt der Firma die Dachflächen kostenlos zur Verfügung und verzichtet für 20 Jahre auf alle Erträge aus den Anlagen (bzw. muss für den Eigenverbrauch sogar  zahlen): die Vertragspartner erklären, dass ihnen der wahre Wert der Vertragsinhalte bekannt ist! Leistung und Gegenleistung sind angemessen? Ich bitte die Leserinnen und Leser des Beitrags, sich dazu selbst eine Meinung zu bilden.

Aktualisierung am 29.5., ich habe einige nicht mehr aktuelle Teile gelöscht.

 

 

Info-Veranstaltungen zum örtl. Entwicklungskonzept

© Matthias Enter/fotolia

Termine der öffentlichen  Informationsveranstaltungen zum ÖEK, für Fragen steht dort unser langjähriger Raumplaner DI Reinhard Hrdliczka zur Verfügung:

11. April 18 Uhr, 25. April 18 Uhr im Gemeindezentrum 

Das Konzept liegt vom 1. April bis 13. Mai 2019 zur allgemeinen Einsicht am Gemeindeamt (8 – 12 Uhr) auf, Einwendungen können in dieser Zeit schriftlich erhoben werden. Ich habe angeregt, das Konzept auch auf die Gemeinde-HP zu stellen; 150 Seiten sind nicht so schnell durchzulesen.

Aktualisierung 8. April EK_Bericht_Kreuzstetten_Entwurf März 2019, der Plan OEK_2019_EK_E

Bei der Veranstaltung am 11. April werde ich nicht anwesend sein (schon seit langem festgelegte Veranstaltung in meiner Schule), am 25. April schon. Bis dahin werde ich den Entwurf sehr genau durcharbeiten (er ist mir ja großteils bekannt) und Stellung beziehen Entwurf zum Örtl. Entwicklungskonzept

 

E-Carsharing: Rückblick 2018

Wie im Vorjahr habe ich auch für 2018 versucht, Einnahmen und Ausgaben für das Carsharing-Projekt zusammen zu stellen; mit etlichen Fragezeichen, weil ich keine Einsicht mehr in die entsprechenden Unterlagen habe. Weit daneben sind meine Zahlen aber sicher nicht!

einige Anmerkungen:

  • 2018 wurden ca. 21.000 km gefahren und dafür 20 c/km bezahlt
  • Ende 2018 hatte Carsharing 20 zahlende Mitglieder (Mitgliedsbeitrag 100 €/Jahr); GR Toifl schreibt in der Gemeindezeitung von 22 Mitgliedern: Er hat die Gemeinde mitgezählt (die Eigentümerin des Fahrzeugs ist und natürlich keine Beiträge zahlt), seit Beginn ohne Beitragszahlung angemeldet ist auch die Fa. Polke (falls Zugriff bei einer Werkstattarbeit erforderlich ist). Seit Jänner 2019 sind es 19 Mitglieder, mit Ende Februar 18 – Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen, bitte am Gemeindeamt melden!
  • die Nutzung des Fahrzeugs war ziemlich gleichmäßig: jedes Monat haben etwa 10 Mitglieder das Auto verwendet. Wie in anderen Carsharing-Gemeinden auch gibt es einige Vielnutzer, regelmäßige Nutzer und gelegentliche Nutzer
  • bei den Stromkosten bin ich von 20 kWh/100 km zu einem Preis von 31 c/kWh ausgegangen – Erklärung dazu hier Stromkosten 2018
  • im Rechnungsabschluss werden die Kosten der Gemeindebediensteten zugeschlagen; über die Höhe wird es vermutlich wie beim RA 2017 unterschiedliche Meinungen geben. Bei der Abrechnung habe ich diese Kosten nicht angeführt; zu Beginn meiner Initiative war immer die Rede davon, dass die Abrechnung durch die Gemeindebediensteten (ohne Einrechnung der Kosten) erfolgen soll. Ein „Kümmerer“ sollte den Aufwand für die Gemeindebediensteten so weit wie möglich reduzieren, darauf dränge ich seit meiner Zurücklegung der Leitung
  • so wie im Vorjahr kritisiere ich, dass das Auto (im Gegensatz zu anderen E-Carsharing-Gemeinden) von den Gemeindebediensteten nicht genutzt wird. Bei jeder Firma ist das firmeneigene Auto für Dienstfahren zu nutzen (und es wird kein km-Geld für das private Fahrzeug gezahlt)

 

 

Keine Antworten der Fa. 10hoch4 – stattdessen ein Rechtsanwaltsschreiben

Mit 8. Februar 2019 ist mir per Mail vorab ein Rechtsanwaltsschreiben als  Reaktion auf meine HP-Beiträge und den Gemeindezeitungs-Beitrag Kiesenhofer Winter 2018  zugegangen. Mittlerweile (Anfang März) hat die Firma gegen mich Klage erhoben. Ich habe weder in der Gemeindezeitung (da wurde die Firma namentlich gar nicht von mir erwähnt) noch auf meiner HP Kritik an der Firma geübt. Es ist das gute Recht jeder Firma, Gewinn aus ihren Geschäften erzielen zu wollen (und auch eine Verpflichtung gegenüber ihren Arbeitnehmern: eine Firma ist keine caritative Organisation). Es ist auch das Recht jeder Firma, Kritik nicht mit sachlichen Antworten, sondern mit einem Anwaltsbrief mit div. Drohungen zu erwidern.

ABER:  Mit einer solchen Firma möchte ich privat keine Verträge schließen und kann es auch der Gemeinde nicht empfehlen. Kritische Meinungen müssen in einer Demokratie erlaubt sein! Ich kann nicht beweisen, dass ich mit meiner Meinung recht habe, weil ich nicht in Besitz einer Glaskugel zur Zukunftsvorhersage  bin! Es gibt für mich aber gute Gründe, diese Zukunftsprognose zu stellen.

Zur Gemeindezeitung wird mir vorgeworfen, mit der Behauptung von Lügen den Ruf der Firma zu schädigen (die ich mit keinem Wort erwähne) Dazu den Auszug aus dem Buch „Die grüne Lüge“ von Kathrin Hartmann, Seite 18 Kathrin Hartmann: Die grüne Lüge. Ich habe das Wort Lügen in der Gemeindezeitung bewusst unter Anführungszeichen gesetzt, ich hätte mich niemals so zu formulieren getraut. Anders als viele der genannten Firmen und Produkte in ihrem Buch sind PV-Anlagen gut für die Umwelt und kein Greenwashing. Ich bin aber Gemeinderätin und Bürgerin der Gemeinde Kreuzstetten: darum hätte ich gerne, dass meine Gemeinde von PV-Anlagen profitiert (finanziell, nicht nur durch ein gutes Image als nachhaltige Gemeinde)

Und das Wort „Schenkung“, das ich sehr oft und bewusst auf meiner HP verwende (und vom RA kritisiert wird): der Vertragsentwurf hat den Titel „Schenkungs- und Dachnutzungsvertrag“, das ist nicht meine Erfindung. Die anderen Vorwürfe sind ebenso substanzlos.

Information für die Gemeindebürger

Seit seinem Amtsantritt gibt Bgm. Viktorik den Gemeindebürgern jedes Jahr einen sehr ausführlichen Jahresrückblick seiner Arbeit (Jahresrückblick Bürgermeister)   Vorbildlich und 100% positiv!! Bei manchen Fragen ist er leider nicht  auskunftsfreudig:

Verluste durch die Nahwärme-Beteiligung

Eine Frage  in meiner Stellungnahme zum Voranschlag 2019: „Die Angelegenheit Nahwärme ist abgeschlossen, über die RA-Kosten wurde im September in der GR-Sitzung abgestimmt. Was hat die Nahwärme der Gemeinde insgesamt gekostet? Wie hoch sind die Verluste, die durch die (von mir sehr positiv gesehene!) Übergabe an ENGIE entstanden sind? Aktuell beträgt der Wert der 6 %-igen Beteiligung an der Nahwärme lt. Voranschlag 82.270 €, die RA-Kosten lt. Abstimmung 269.000 €. Ich ersuche um entsprechende Aufstellung.“ Die Antwort des Bürgermeisters dazu: „6 % Beteiligung in Höhe von 58.450,–. Im Voranschlag sind außer den Heizkosten keine Ausgaben an die Nahwärme Kreuzstetten GmbH berücksichtigt.“


58.450 €  Beteiligung ist richtig  – mein Fehler! ( ich bin beim VA in der Zeile verrutscht, die 82.270,– sind die Beteiligung am Abwasserverband Taschelbach). Keine Angaben des Bgm. zur Höhe der Verluste, die durch die Nahwärme-Beteiligung für die Gemeinde entstanden sind. Zur Klarstellung: Zwei Jahre ist das Damoklesschwert Gemeindekonkurs über der Gemeinde geschwebt, auch manche Bürger haben sich darüber Gedanken und Sorgen gemacht. Bgm. Viktorik hat viel Zeit und Energie in eine gute Lösung investiert Nahwärme Feb. 2018 . Die Frage nach der Höhe der Verluste soll weder eine Kritik an der früheren Gemeindeführung sein noch den Einsatz des Bgm. in irgendeiner Weise schlecht- oder kleinreden. Die Arbeit unserer Rechtsanwältin Dr. Annika Wolf war jeden Cent wert, die Übernahme der Nahwärme durch die Fa. Engie sehe ich absolut positiv. Es geht um sachliche Information, damit ein guter Schlussstrich gezogen werden kann. Mein detektivischer Versuch (der offensichtlich ziemlich korrekt ist – mittlerweile habe ich schon Übung): Verluste durch die Nahwärme-Beteiligung Ergibt einen gesamten Verlust für die Gemeinde von 454.300 €.

Korrektur, 13. April: im Rechnungsabschluss 2018 sind einnahmenseitig 53.000 € unter „Sonstige Energieträger alternative Heizanlagen, Veräußerungen“ angeführt. Damit wären wir auf einem Gesamtverlust von 400.000 € – es nervt ungemein, dass ich vom Bürgermeister keinerlei Informationen bekomme, im Dunklen herumtappen muss und auf Vermutungen und Zufallsfunde angewiesen bin (die 53.000 € stehen auch im Nachtragsvoranschlag für 2018 – sind eh nur 130 Seiten voll mit Zahlen…) – unausgesprochen: „Was fragst so viel…?

Ergänzung, 27. April: In ihren Aussendungen zum Rechnungsabschluss 2018 wird von Bgm. und SPÖ mehrfach ein Verlust der Nahwärme für 2018 von 310.000 € angeführt und diese Zahl zum Rechnungsabschluss zugeschlagen. Dies ist unrichtig! Im ordentlichen Haushalt finden sich die Rechtsanwaltskosten (124.000 €) und Einnahmen aus dem Verkaufserlös (lt. RA 53.000 €). Die Ausbuchung des Firmenanteils (lt. RA 241.650 €) findet sich im Nachweis über den Stand an Beteiligungen, ist aber nicht budgetrelevant – es sind der Gemeinde dadurch ja keine Ausgaben entstanden (diese Ausgaben wurden in den Jahren 2011 – 2015 getätigt)! Beim RA 2018 beträgt der Nahwärmeanteil also „nur“ -70.000 €. Auch unangenehm, aber von 310.000 € doch ein Stück entfernt.

Gemeindezentrum – Leasingvertrag

Das Gemeindezentrum sollte Ende 2018 in das Eigentum der Gemeinde übergegangen sein – ohne zusätzliche Kosten. So schreibt der Bürgermeister in der Sommer-Gemeindezeitung. Ich habe Ende 2018 beim Bgm. und beim Prüfungsausschuss um aktuelle Information dazu gebeten – keine Reaktion.

Aktualisierung März 2019: Laut Rechnungsabschluss 2018 beträgt die angesparte Summe 273.551,41.

Bericht des Bgm. in der GR-Sitzung am 3.4.2019:
das Gemeindezentrum ist mit 1. April 2019 in den Besitz der Gemeinde übergegangen. Kaufpreis 385.000 €; die Summe wurde angespart. Ich habe dazu nachgefragt, denn im Rechnungsabschluss ist beim Leasingnachweis ein geringerer angesparter Betrag angeführt. Bgm. Viktorik hat mir eine Erklärung dazu zugesagt. Aktualisierung Juni 2019: der Kaufpreis wurde in den letzten Jahren angespart, der Betrag beim Leasingnachweis im RA 2018 stimmt nicht. Im Jahr 2019 sind der Gemeinde keine Kosten für das Gemeindezentrum mehr entstanden – im Voranschlag 2019 stehen noch 51.000 € fürs Gemeindezentrum, das stimmt also auch nicht!

 

 

 

 

Information für die Gemeinderäte

In der GR-Sitzung am 4.12.2018 hat GR Ingrid Meister die Frage gestellt, warum sich einige Gemeinderäte der Stimme enthalten und nicht klipp und klar mit ja oder nein stimmen. Stimmenthaltung wird als Ablehnung gewertet, bei Befangenheit ist  lt. GO  der Sitzungssaal zu verlassen.  Dazu habe ich in der Gemeindezeitung Oktober 2016 einen Beitrag verfasst, ein Auszug davon hier die Abstimmung im GR

Bei den letzten GR-Sitzungen habe ich mich des öfteren der Stimme enthalten. Bei etlichen TO-Punkten habe ich – oft  trotz wiederholter Nachfrage – nicht die nötigen Informationen erhalten, um eine verantwortungsvolle Entscheidung treffen zu können. Die GR-Abstimmung ist mehr als nur „Handerl heben“, dabei werden oft Entscheidungen von großer Tragweite getroffen.

Beispiele aus jüngster Vergangenheit:

  • Beschluss der Müllgebühren-Erhöhung in der September- und Dezember-Sitzung 2018: im September habe ich mich der Stimme enthalten (trotz Nachfrage keine Information zur Gebührenerhöhung der einzelnen Behältnisse), im Dezember habe ich dagegen gestimmt Müllgebühren: Zweifel an der Richtigkeit
  • Grundsatzbeschluss Errichtung PV-Anlagen in der September-Sitzung: Stimmenthaltung, weil mir Information dazu verweigert wurde Vertragsentwurf mit Fa. 10hoch4
  • Dringlichkeitsanträge  Bürgerrat Gestaltung Kirchenplatz und Straßensperre Schulgasse in der Dezember-Sitzung: bei beiden Anträgen habe ich dagegen gestimmt. 2016 habe ich die GR informiert, dass ich Dringlichkeitsanträgen, die ich nicht vor der Sitzung erhalte, (somit nicht durchlesen  und mir keine Meinung dazu bilden kann) grundsätzlich nicht zustimmen werde.
  • Aktualisierung 10.12.2019: Bei der GR-Sitzung wurde den Gemeinderäten eine völlig neue Form des Voranschlags ohne irgendeine Erklärung zur Abstimmung vorgelegt. Bgm. Viktorik meinte, dass es in der Eigenverantwortung der GR liegt, sich hier zu informieren – andere Gemeinden und der Gemeindebund sehen  das anders. Bericht von der GR-Sitzung am 10.12.2019

In meiner Zeit im Gemeindevorstand war es mir wichtig, die Gemeinderäte ausführlich zu den  einzelnen Tagesordnungspunkten zu informieren. Die GR haben große Verantwortung bei ihren Entscheidungen. Es sollte das Anliegen aller Gemeinderäte sein, umfassende, objektive Informationen zeitgerecht vor einer Beschlussfassung zu erhalten.

Es darf nicht sein, dass die Gemeinderäte über die Sperre der Bedarfszuweisung (wegen nicht kostendeckender Müllgebühren) erst Monate später  informiert werden. Auf meine Anfrage in der GR-Sitzung am 18.9. dazu: „Das Schreiben zur Sperre der Bedarfszuweisungen der NÖ LR ist an den Bürgermeister mit Datum 27. 6. zugegangen (Eingangsstempel gibt es nicht). Warum werden die GR erst mit Mail am 11.9. von dieser Sperre (120.000 €) in Kenntnis gesetzt?“ antwortet der Bürgermeister: „Dem Gemeindevorstand wurde dieses Schreiben zur Kenntnis gebracht…“ bzw. mündlich: „Die Information wurde an den Vorstand weitergeleitet, der dafür zuständig ist. Es ist nicht die Aufgabe des Bgm., die Gemeinderäte über alles zu informieren.“ oder, ganz kurz: geht dich nix an!

 

 

Informative Gemeinde-Homepage

Aktualisierung 15.11.2019: neue Gemeinde-HP online!

Aktualisierung 21.2.2020:  Aktuelle Gemeinde-HP: Eine unendliche Geschichte?

Aktualisierung 29.3.2020: Corona und die Gemeindehomepage

Die Reaktion auf meine deutliche Kritik an der  Gemeinde-Homepage in den ersten Gesprächen mit der SPÖ nach der GR-Wahl 2015 war: Dann kümmere du dich d’rum! Und meine Zuständigkeiten wurden um den Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“ erweitert. Für die digitale Umsetzung hat sich GR Andi Gröger gefunden, ich war zuversichtlich, dass in spätestens einem Jahr alles erledigt sein wird. Vieles wurde aktualisiert, im ersten Jahr hat die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert; seit langem leider nicht mehr.  Eine HP lebt von ihrer Aktualität, ihrem Informationsgehalt, ihrem ansprechenden Design und ihrer Benutzerfreundlichkeit. Digitales Service ist in vielen Verwaltungsbereichen längst selbstverständlich, es entlastet Bedienstete und Bürger. Und nicht zuletzt ist die HP auch ein Aushängeschild für die Gemeinde: positiv oder negativ!

Die LEADER-Region Weinviertel Ost bietet in diesem Jahr eine Homepage-Gestaltung für interessierte Gemeinden an, die Gemeinde Kreuzstetten ist  angemeldet. Gemeinde HP Relaunch LEADER 2019  Für die neue Gemeinde-Homepage wird es eine Einschulung für die Gemeinde geben. Parallel dazu wird es eine verantwortliche Gemeindebedienstete geben, die die HP regelmäßig aktualisiert und wichtige Infos zeitnah (das bedeutet im Digitalbereich oft: sofort!) online stellt.

Aktualisierung August 2019: Bereits einige Gemeinde-Webseiten erstrahlen dank dem LEADER-Projekt im neuen Design. Besuchen Sie die Homepages der Gemeinden  Gaweinstal, Ulrichskirchen-Schleinbach oder Hochleithen; mir gefallen sie gut! Ich hoffe, dass damit das unendliche Thema einer informativen Gemeinde-HP Kreuzstetten ein gutes Ende findet; Termin für Kreuzstetten Ende August 2019!

Positives zuerst:

  • die Gemeinderäte sind auf der HP zu finden, meist mit Foto, Zuständigkeiten, Telefonnummer und E-Mail-Adresse.
  • die oft veralteten Einträge (Vereine, Wirtschaft, Schule, Gastronomie…) wurden weitestgehend aktualisiert. Viele Vereine tragen ihre Veranstaltungen mittlerweile verlässlich im Veranstaltungskalender ein
  •  nach einigen Anlaufschwierigkeiten funktioniert die elektronische Amtstafel sehr gut, positiv ist auch der Link zum Offenen Haushalt und die Jahresrückblicke des Bürgermeisters
  • alle Informationen zu E-carsharing sind auf der Gemeinde-HP zu finden

Was passt noch nicht:

  • viele Dokumente/Informationen werden erst nach Monaten und mehrmaligen Hinweisen online gestellt (Sitzungsprotokolle, Gemeindezeitungen, Schließtage…) oder fehlen ganz
  • manche Veranstalter finden einen HP-Eintrag unnötig – in solchen Fällen habe ich oft selbst mir bekannte Veranstaltungen eingetragen. Der Newsletter wird aber nur genutzt, wenn er weitgehend vollständig informiert
  • bei den Gemeindebediensteten sollte Name  und Zuständigkeit mit einem Foto ergänzt werden
  • auf viele Kleinigkeiten habe ich oftmals aufmerksam gemacht – erfolglos!

Die  Meinung von Landtags-Präsident Wilfing kann ich bestätigen: Vielen Gemeindeverantwortlichen ist die eigene Gemeinde-HP unwichtig! Ich habe viele Stunden Zeit in eine aktuelle Gemeinde-HP investiert, Widerstand habe ich oft, Unterstützung nur wenig erfahren. Vielleicht ist der Homepage-Relaunch der Leaderregion ein Anstoß für ein Umdenken der Gemeindepolitiker!

 

 

 

Message Control beim GR-Protokoll

Im Herbst 2018 hat Bürgermeister Viktorik mitteilen lassen „dass zukünftig ein Stichwortprotokoll geführt wird. Die Diskussionsteilnehmer (Gemeinderäte und Ortsvorsteher) werden namentlich erwähnt, die Diskussion aber nicht protokolliert. Die Tagesordnungspunkte „Berichte des Bürgermeisters, der geschäftsf. Gemeinderäte und Ortsvorsteher“ sowie „Allfälliges“ werden auf der Tagesordnung nicht mehr angeführt. Nach Ende der Sitzung werden diese Punkte zwar behandelt, aber nicht mehr protokolliert.“ (Mail der Amtsleiterin an alle Gemeinderäte, 11.9. )

Diese Vorgangsweise entspricht § 53 NÖ GO (Mindestanforderungen an das Sitzungsprotokoll), wurde von mir aber vehement kritisiert. Mein Dringlichkeitsantrag in der GR-Sitzung am 4.12. hat zumindest dazu geführt, dass die Berichte und Allfälliges protokolliert werden (hoffentlich auch in Zukunft) Dringlichkeitsantrag Berichte, Allfälliges 4.12.2018

Sie können meine Kritik nachvollziehen, wenn Sie das  Protokoll zur Kreditbürgung für die Nahwärme vom 5. Mai 2011 lesen – und sich dazu die abgespeckte Variante vorstellen, die Bürgermeister Viktorik zukünftig wünscht. Welche Variante ist informativer? Welche Variante gibt die jeweiligen Argumente deutlicher wieder? Welche Variante würden Sie bevorzugen?

Ich habe die aktuelle Form der Protokollierung sowohl im persönlichen Gespräch als auch im Gemeinderat deutlich kritisiert Dringlichkeitsantrag Protokollierung 18.9.2018, Dringlichkeitsantrag Protokollierung 4.12.2018. Bei der Sitzung am 4.12. hat mein Dringlichkeitsantrag acht Pro-Stimmen erhalten. Es verwundert mich sehr, dass die Grünen Gemeinderäte meinem Antrag die Zustimmung verweigert haben! Nachvollziehbare Sitzungsprotokolle sind den Grünen nicht wichtig? GfGR Johannes Gepp hat beim Antrag auf Protokollierung der Berichte und Allfälliges am 4.12. als einziger mit Bgm. Viktorik dagegen gestimmt! Der Dringlichkeitsantrag Protokollierung 3. April 2019 wurde knapp angenommen (auch hier hat GfGR J. Gepp dagegen gestimmt) und in der GR-Sitzung besprochen – siehe Bericht von der GR-Sitzung am 3. April 2019

Vor der GR-Wahl 2015 war der TO-Punkt Allfälliges noch als wichtige Forderung im Grünen Gemeindemagazin aufgelistet (Hast du gewusst, dass… Fragen stellen in den Gemeinderatssitzungen anscheinend nicht erwünscht ist? In anderen Gemeinden ist es üblich, beim Tagesordnungspunkt „Allfälliges“ aktuelle Anliegen zu besprechen – in Kreuzstetten gibt es diese Möglichkeit nicht mehr). Ebenso wird die Forderung nach Transparenz mehrmals genannt (Judith Rührer: Was ich für wichtig halte…: Transparenz in den Vorgängen und Entscheidungen in der Gemeinde). Grünes Gemeindemagazin – vor der Wahl

Ich werde auch zukünftig auf eine aussagekräftige Protokollierung der GR-Sitzungen drängen.