Mitfahrbankerl aktiv

Die blauen Bänke im Ort sind Ihnen vielleicht schon aufgefallen. In einigen Gemeinden gibt es seit kurzem diese Bankerl, dazu ein Beitrag von noe-regional/Vizebgm. Freudhofmaier und ein kurzer youtube-Film.

Ich finde das eine tolle Sache für die innerörtliche Mobilität (schön, dass Kreuzstetten bei den ersten Gemeinden dabei ist) und lade ein, die Bankerl zahlreich zu nutzen – und die „Autostopper“ mitzunehmen.

 

Wie gehts?

Das Schild auf das gewünschte Ziel umblättern (einzige Kritik: das geht (noch?) ein bisserl mühsam), Platz nehmen – und hoffentlich nicht lange warten müssen…  Wer „nur“ rasten möchte, stellt das Schild auf „Ruht!“

Positiv: der Stellplatz der Bänke wurde so gewählt, dass man gut und sicher stehenbleiben und einsteigen kann!

Anregung: in den nächsten Monaten ausprobieren, wenn es Vorschläge für bessere/zusätzliche Stellplätze geben sollte, kann man  sicher drüber reden.

Haftung: Mitfahrende sind über die Haftpflichtversicherung (bis zur Höhe der gewählten Versicherungssumme) mitversichert, auch bei Unfallverschulden des Lenkers.

Schade um die gute Sache der ungenützten Sonnenenergie…

schreiben die Bezirksblätter am 15. September 2019. Dieser Meinung bin ich auch – und vermutlich viele Gemeindebürger.

Umso unverständlicher ist für mich, dass mein Dringlichkeitsantrag im September von der überwiegenden Mehrheit der Gemeinderäte abgelehnt wurde (auch von den beiden Grünen GR)! Beim einstimmigen Beschluss für die Volksschulsanierung wurden bereits finanzielle Mittel von 55.000 € für PV-Anlagen vorgesehen! Beschluss Schulsanierung 30. Jänner 2018

Oftmals habe ich auf den nachteiligen Vertragsentwurf der Fa. 10hoch4 und das Risiko für die Gemeindebürger hingewiesen. Ich habe Empfehlungen für eine sinnvolle weitere Vorgangsweise an die Gemeinderäte geschickt. Die  Größe der PV-Anlagen sollte sich am Eigenverbrauch orientieren, dann ist es für die Gemeinde auch wirtschaftlich sinnvoll! Dafür reichen die im Jänner 2018 vorgesehenen 55.000 € auf jeden Fall. In den Sitzungen am 25.6. und 24.9.2019 habe ich vom Bürgermeister eine genaue Aufstellung der Kosten (und der Förderungen des Landes) zur Schulsanierung beantragt – diese ist mir noch nicht zugegangen.

Ich kann damit leben, dass ich von der Gemeindeführung links liegen gelassen werde. Aber ich hoffe sehr, dass meine Empfehlungen (für die ich in Kontakt mit zahlreichen Personen bin/war, die davon sicher mehr verstehen als ich) nicht komplett ignoriert werden. Vielleicht schafft es der Bürgermeister, die Errichtung der PV-Anlagen im Voranschlag 2020 zu berücksichtigen? Es wäre ökologisch und ökonomisch gut und sinnvoll; für die Gemeinde selbst, nicht für irgendeine Firma! Ein einstimmiger Gemeinderatsbeschluss für die Finanzierung der PV-Anlagen auf den Schuldächern liegt  ja seit Jänner 2018 vor!

Aus einem Mail von mir vor mehr als einem Jahr zum Projekt mit 10hoch4: „Ich werde mit allen mir möglichen Mitteln versuchen, das Vorhaben zu verhindern… Warum, ist auch sehr einfach erklärt: Ich möchte nicht, dass eine zukünftige Gemeindeführung in einigen Jahren mit einer Altlast zu kämpfen hat, die die aktuelle Gemeindeführung hinterlässt! Eigentlich hätte ich mir erwartet, dass die Gemeindeführung angesichts der Aufarbeitung der Altlasten der letzten Jahre nicht wieder so naiv und vertrauensselig hineinfällt.“ Ich hätte mir damals nicht gedacht, wie schwierig die Erreichung dieses Ziels werden würde. Hoffentlich geht die Errichtung von PV-Anlagen auf den Schuldächern durch die Gemeinde selbst schneller und problemloser!

Gestaltung Kirchenplatz: Wege und Ziele für ein erfolgreiches Projekt

Am 25. September fand das angekündigte Treffen der Bürgerräte mit den Gemeinderäten statt. Einleitend hielt Architekt DI Thomas Vielnascher ein Impulsreferat „Wege und Ziele für ein erfolgreiches Projekt“.  Impulsreferat_Wege und Ziele für ein erfolgreiches Projekt-1 Wem die Gestaltung des Ortszentrums ein Anliegen ist, sollte sich die Zeit für dieses Referat unbedingt nehmen! (bitte nicht vom Seitenumfang abschrecken lassen: hauptsächlich Bilder, wenig Text). Ich war über den Inhalt sehr erfreut und beeindruckt, da spricht ein Fachmann – bitte die Anregungen ernst nehmen, aufgreifen und darüber eingehend nachdenken; ich habe einige Anmerkungen dazu formuliert.

Zum Treffen gibt es eine kurze Zusammenfassung der Bürgerrats-Organisatoren, darin sehe ich einige Dinge sehr kritisch:

  •  „Bürgermeister und Vizebürgermeister als Ansprechpersonen zum Bürgerrat auf Gemeindeebene werden bis Ende des Jahres (in Absprache mit dem GR) eine schriftliche Stellungnahme zum Arbeitsergebnis des Bürgerrates und dessen Umsetzbarkeit erstellen“. Absprache mit dem GR? Wie? Beschlossen wurde im GR im Dezember 2018  Dringlichkeitsantrag – Bürgerrat Kirchenplatz (ich habe als Einzige nicht zugestimmt), dass es eine schriftliche Begründung des Gemeinderates geben wird… Gibt es eine Abstimmung im Gemeinderat?
  • „DI Vielnascher wird offiziell in die weitere Planung rund um den Kirchenplatz miteinbezogen“. Was ist hier gemeint? Wenn DI Vielnascher von der Gemeinde dazu beauftragt werden soll, hat es im Vorfeld eine entsprechende Ausschreibung zu geben! Ich stehe dem Referatsinhalt sehr positiv gegenüber; trotzdem kann die Gemeinde nicht einfach jemand den Auftrag zu irgendwas erteilen! ich gehe davon aus, dass DI Vielnascher eine solche Vorgangsweise auch persönlich ablehnt: den Vorwurf einer Auftragsvergabe unter der Hand hat er nicht nötig.

Sinnvoller wäre folgende Vorgangsweise gewesen:

  • dieses Kurzreferat als öffentliche Veranstaltung für alle interessierten Gemeindebürger
  • im Anschluss Diskussion darüber
  • das Referat kann danach die Grundlage der Arbeit eines Bürgerrates sein. Zuerst Fachleute zur Sprache kommen lassen – dann kann/soll sich die Bevölkerung darüber Gedanken machen; nicht umgekehrt!

Vielleicht ist es möglich, das Kurzreferat mit DI Vielnascher nochmals als öffentliche Veranstaltung anzubieten? Die sehr umfangreiche Arbeit des Architekten verdient ein größeres Publikum und ist vermutlich für viele Gemeindebürger interessant!

Ich weise auf meine Beiträge Bürgerrat Gestaltung Kirchenplatz und Hauptstraße: Mehrzweckstreifen statt Radweg hin.