Die aktuelle Budgetlage der Gemeinde, April 2016

In der Gemeindezeitung vom April 2016 schreibt Vizebgm. Freudhofmaier unter anderem: „Im Wissen um unsere Budgetlage muss man meiner Meinung nach bei jeder Investition darüber nachdenken, ob diese grundsätzlich notwendig ist.“

Zur finanziellen Situation der Gemeinde hat es in der Vergangenheit zahlreiche Spekulationen und Gerüchte gegeben; diese gibt es auch in der Gegenwart. Einige Zahlen und Fakten sollen dazu beitragen, die Budgetlage der Gemeinde realistisch beurteilen zu können:

Der Rechnungsabschluss 2015 ergab für den laufenden (ordentlichen) Haushalt (bei Ausgaben von € 2.489.924,18) einen Überschluss von €424.235,74. Zum Vergleich: Mistelbach hat knapp zehnmal so hohe Ausgaben, der Überschuss in Mistelbach beträgt € 314.126 (lt. NÖN vom 24.3.2016)

Die Schulden der Gemeinde belaufen sich mit 31.12.2015 auf gesamt knapp € 2.500.000,–, davon betragen die langfristigen Schulden für den Kanalbau € 2.275.140,48. Diese sind durch die von den GemeindebürgerInnen eingehobenen Gebühren gedeckt. Die restlichen Schulden belaufen sich auf € 217.652,32 (der Großteil davon ist das Darlehen für den Kindergartenzubau 2010). Wieder zum Vergleich: Mistelbach hatte Ende 2015 45 Mio Schulden, abzüglich der durch Gebühren abgedeckten Summen bleiben faktische Schulden von 15,8 Millionen (lt. NÖN).

Angesichts dieser Zahlen kann festgestellt werden: die Marktgemeinde Kreuzstetten steht auf einer soliden finanziellen Basis.

Das ist auch ein Verdienst der vorigen Gemeindeführung! Die Vernachlässigung der laufenden Erhaltung und Adaptierung der Gemeindegebäude in den vergangenen Jahren hat aber zur Folge, dass in den nächsten Jahren beträchtliche finanzielle Belastungen auf die Gemeinde zukommen werden. Die Budgetmittel sind vorhanden, es liegt in der Verantwortung aller in der Gemeindeführung, die nötigen Bauarbeiten so wirtschaftlich wie möglich und so zweckmäßig und nachhaltig wie nötig auszuführen. Dass die Gemeinde einen Bürgermeister hat, der mit solchen Arbeiten beruflich vertraut ist, ist in dieser Situation ein großer Pluspunkt.

Weitere Anmerkungen zum Text von Vizebgm. Freudhofmaier:

„Wenn das Gemeindeamt günstiger umgebaut wird, reduziert sich der Kreditbedarf.“ Für den Umbau des Gemeindeamtes ist kein Kredit erforderlich, diese Kosten können aus dem laufenden Budget gedeckt werden. Günstiger, billiger… geht immer; die Frage ist, ob wir als Gemeinde eine solide Ausführung wollen oder eine Billigstvariante. Auch hier gilt das Sprichwort: „Wer billig kauft, kauft teuer!“

„Noch professioneller fände ich, wenn vor Beginn der Bauarbeiten überlegt worden wäre, ob eine Verlegung des Gemeindeamtes eine sinnvolle Option gewesen wäre.“ Eine Antwort findest  du hier: Was wird der Umbau kosten

Dieser Aussage von Vizebgm. Freudhofmaier schließe ich mich an: „Kreuzstetten ist eine Gemeinde mit einer schwachen Einnahmenstruktur … wir können unser Ergebnis schwer über Einnahmen steuern…“ Meine Schlussfolgerung daraus: Die von der Gemeinde eingehobenen Gebühren (Müllabfuhr, Kanal, Deponiegebühren…) müssen kostendeckend sein! Niemand ist erfreut, wenn Gebühren erhöht werden, jeder möchte die Zahlungen so gering wie möglich halten – ich bin da keine Ausnahme! Gleichzeitig muss allen GemeindebürgerInnen aber bewusst sein, dass solche Fehlbeträge aus dem allgemeinen Gemeindebudget gedeckt werden müssen und somit an anderer Stelle fehlen.

 

 

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