Bauvorhaben in Streifing, Stand 7. Juli 2017

Bei der Gemeinderatssitzung am 19. April 2017 wurde der Grundstücksverkauf an die Siedlungsgenossenschaft Gebös einstimmig beschlossen.

Trotzdem kommen in der Sommer-Gemeindezeitung dazu kritische Stimmen von der ÖVP. So schreibt Vizebgm. Freudhofmaier unter anderem:

  • „Mit den Entscheidungen, welche wir zum Thema Wohnbau getroffen haben, bin ich nicht zufrieden… Die geplante Anzahl von über 30 Wohnungen in Streifing finde ich übertrieben. Ich bin der Meinung, dass weniger Wohnungen und diese günstiger in der Errichtung und Erhaltung – somit für den Mieter leichter leistbar – sinnvoller wären.“
    • zur Anzahl: geplant sind 6 Reihenhäuser und ca. 20 Wohnungen
    • weniger Wohnungen =  geringere Einnahmen für die Genossenschaft = höherer Mietpreis für die einzelne Wohnung
    • Billiger bauen geht immer – ob das auch sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. So hängt z.B. die Höhe der Heizkosten direkt mit einer hochwertigen Dämmung zusammen. Zwischen dem Wunsch nach günstigen Wohnungen und nachhaltigem Bauen (auch im Sinne des Klimaschutzes) wird sich wohl immer eine Kluft auftun – ein pragmatischer Ansatz (auch im Sinne  der zukünftigen Mieter – Höhe der Betriebskosten) wäre:  hochwertig und nachhaltig – aber so kostengünstig wie möglich; dem entsprechen auch die Vorgaben des Landes für die Höhe der Förderungen!
  • Unsere Jugend braucht Wohnungen, welche weniger als 400 €/Monat kosten und die notwendigen Eigenmittel müssen unter 5000 € liegen.
    • Voraussetzung für die höheren Förderungen bei „Junges Wohnen“ ist unter anderem ein Baurechtsvertrag, d.h. die Gemeinde bleibt Eigentümerin des Grundstücks. Dies ist im Ortszentrum in Niederkreuzstetten geplant – vorausgesetzt, dass  die Förderschiene „Junges Wohnen“ vom Land NÖ 2018 fortgeführt wird
  • Dann müssen wir noch dafür sorgen, dass diese günstigen Wohnungen für Kreuzstetter reserviert bleiben.
    • die Gemeinde hat die Zusage der Gebös, dass bei der Wohnungsvergabe Kreuzstetter bevorzugt werden
    • wenn allerdings aus Kreuzstetten aktuell kein Bedarf ist, werden die Wohnungen an Auswärtige vergeben. Das ist den Streifingern bewusst und sie haben damit auch kein Problem. Wie stellt sich der Vize eine Reservierung für Kreuzstetter vor? Die Gemeinde mietet die freistehenden Wohnungen und trägt die Kosten dafür, bis ein Ortsansässiger die Wohnung will?? Auswärtige bekommen eine Wohnung nur zeitlich befristet, bis ein Einheimischer Bedarf anmeldet??
  • GR Ingrid Meister kritisiert beim gleichen Thema: „Auch hier gibt es wieder keinen Vergleichsanbieter. Die bevorzugte Wohnbaugenossenschaft des Hrn. Bürgermeister kommt zum Zug.“
    • Bitte zuerst bei den (schwarzen) Bürgermeistern der Nachbargemeinden erkundigen, wie diese die Wohnbaugenossenschaften in ihren Gemeinden ausgewählt haben – bevor Forderungen gestellt werden, denn:
    • Keine Genossenschaft wird sich einer Ausschreibung stellen und ihre Pläne vor einer Zusage öffentlich machen.

Etwas Gutes automatisch kritisieren, bloß weil es von einer anderen Partei kommt: das hängt uns allen auf Bundesebene zum Hals heraus; das brauchen wir auf Gemeindeebene sicher nicht!

 

 

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