Beratung Mobilitätsmanagement: Radweg Hauptstraße

Ein Radweg zwischen Nieder- und Oberkreuzstetten war vielen Gemeindebürgern bei den Fragebögen zum Örtlichen Entwicklungskonzept ein Anliegen. Bereits im April 2015 hat Bgm. Viktorik eine Planung und Kostenschätzung für einen Geh- und Radweg in Auftrag gegeben. Ich habe mich 2015 vehement gegen die Errichtung eines Radwegs ausgesprochen und tue das auch heute noch. In meiner ablehnenden Haltung wurde ich 2015 durch ein Telefonat mit dem Vorsitzenden der Radlobby NÖ, Karl Zauner, bestärkt; ebenso durch den Vortrag  „sichere Radfahranlagen“ von Dr. Meschik bei der RADLakademie im Juni 2017 in St. Pölten Vortrag Prof. Meschik

Es gibt viele Gründe dagegen; mein Hauptargument soll die Skizze der Kreuzung Hauptstraße – Wiener Straße – Schloßstraße verdeutlichen:

Für einen beidseitigen Radweg ist die Straße zu schmal, er kann also nur als 2-Richtungs-Radweg auf der (aus Richtung Oberkreuzstetten) linken Straßenseite geführt werden. Die Radfahrer aus Richtung Oberkreuzstetten lösen sich an der Kreuzung aber nicht in Luft auf, sondern müssen ihren Weg fortsetzen. Sie müssen die Kreuzung an Stellen überqueren, wo andere Verkehrsteilnehmer nicht mit Radfahrern rechnen. Ein verstärktes subjektives Sicherheitsgefühl auf 400 m Radweg steht somit einer objektiv wesentlich gefährlicheren Kreuzungssituation gegenüber. Aus diesem Grund ein klares NEIN zu einem Radweg.

Gerade zu diesem Thema war es mir ein großes Anliegen, dass Experten die komplexe Thematik Radweg der Gemeindebevölkerung nahe bringen und für Fragen zur Verfügung stehen. Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass die Verkehrsberatung eine andere Meinung hat als ich. Darum habe ich mich auch bisher nie öffentlich als „Radweg-Gegnerin“ zu erkennen gegeben; weil bei diesem Thema Experten das Sagen haben sollten! Ich habe aus diesem Grund 2015 ein langes Telefonat mit Karl Zauner (Vorsitzender Radlobby NÖ) geführt: ich wollte mein „Bauchgefühl“ von jemand bestätigt oder widerlegt wissen, den ich als Fachmann auf diesem Gebiet schätze. Ein beidseitiger Mehrzweckstreifen erscheint mir als guter Kompromiss, zur konkreten Beurteilung fehlt mir allerdings die nötige Fachkenntnis. Laut Auskunft von Hr. Siebenhandl, für Kreuzstetten zuständiger Straßenmeister, (4. Juni 2018) muss es laut österreichischer STVO zwei Fahrstreifen für PKW geben, eine Lösung wie auf dem Foto aus dem Vortrag von Dr. Meschik ist bei uns daher leider nicht möglich! Radweg Mehrzweckstreifen Meschik 5 2018     Aktualisierung Juli 2019: Hauptstraße: Mehrzweckstreifen statt Radweg

DARUM: Baldiges Ansuchen um Beratung im Rahmen des Mobilitätsmanagements. Die Beratung sollte verschiedene Möglichkeiten für eine radfahrfreundliche Straßengestaltung aufzeigen. Dann hat die Gemeinde eine Entscheidung zu treffen, dabei wird sie auch auf die Kosten schauen müssen. Die Planungen sollten 2018 erfolgen, das nötige Budget im Voranschlag 2019 vorgesehen werden. Information für die Gemeindebevölkerung Ende 2018, Ausführung 2019.

Das Ansuchen um Mobilitätsberatung hat der Bürgermeister unter Angabe des Themenfeldes bei der RU7 – Gesamtverkehrsangelegenheiten zu stellen.

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