Beratung Mobilitätsmanagement: Kirchenplatz

Zahlreiche Gemeindebürger haben sich bei den Fragebögen zum Örtlichen Entwicklungskonzept zur Verkehrssituation rund um den Kirchenplatz geäußert. Angeregt wurden: Begegnungszone – Verkehrsberuhigung – mehr Zebrastreifen. Zu diesen Anregungen meine persönliche Meinung:

Begegnungszone
Das bedeutet konkret: Reduktion der Fahrgeschwindigkeit auf ~ 20 km/h, gleichberechtigte Nutzung der Fahrbahn durch alle Verkehrsteilnehmer (Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger), keine Gehsteige, keine Zebrastreifen… Seit der Novelle der StVO 2013 können Begegnungszonen in Österreich errichtet werden, dies geschieht auch immer öfter. Super für Kreuzstetten? Die  Gemeinde-Zeitschrift „Kommunal“ schreibt  im Juni 2016 zu Begegnungszonen:

„Wesentlich ist eine hohe Fußgänger- und Radfahreranzahl, weil eine Begegnungszone nur dort funktioniert, wo es laufend zu Begegnungen zwischen dem motorisierten Verkehr und Radfahrern bzw. Fußgängern kommt. Straßen mit geringem Querungsbedürfnis der Fußgänger über eine längere Strecke sind als Begegnungszone nicht geeignet, da kaum davon ausgegangen werden kann, dass die verordnete Höchstgeschwindigkeit von Kraftfahrzeugen eingehalten wird.“ Diese Aussage trifft für Kreuzstetten zu, daher halte ich die Errichtung einer Begegnungszone nicht für sinnvoll. Begegnungszone Kommunal Juni 2016

Mehr Zebrastreifen
Vor der Genehmigung eines Zebrastreifens prüft die Behörde die Anzahl der Fußgänger sehr genau, unter einer Mindestfrequenz wird der Zebrastreifen nicht genehmigt. Aus gutem Grund: ein Zebrastreifen – SCHUTZWEG – bietet dann keinen Schutz, wenn er zu wenig frequentiert wird. Gerade bei ortskundigen Autofahrern sinkt die Aufmerksamkeit, wenn bei einem Schutzweg zu selten Fußgänger queren. Daher halte ich zusätzliche Schutzwege nicht für sinnvoll (sie werden von der Behörde auch nicht genehmigt).

Was dann?
Schwierig! Fahrbahnschwellen sind bei Rettungsfahrern unbeliebt, auch Fahrbahnteiler führen zu Diskussionen NÖN Fahrbahnteiler August 2017

DESHALB: Umgehend Beratung anfordern und auf die Vorschläge der Experten hören. Dann darüber nachdenken, diskutieren, gemeinsam (mit der Bevölkerung?) überlegen, die Kosten im Auge behalten – und dann eine gute Entscheidung für die Gemeindebevölkerung treffen.

Das Ansuchen um Mobilitätsberatung hat der Bürgermeister unter Angabe des Themenfeldes bei der RU7 – Gesamtverkehrsangelegenheiten zu stellen.

 

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