LEADER Region Weinviertel Ost feiert Geburtstag!

LR Mag. Karl Wilfing, die Geschäftsführerin der LEADER Region Weinviertel Ost DI Christine Friedl und Obmann Bgm. Kurt Jantschitsch

In Zusammenarbeit mit 57 Gemeinden aus den Bezirken Mistelbach, Gänserndorf und Korneuburg wurde 2007 die LEADER Region Weinviertel Ost ins Leben gerufen. Damit sollten konkrete Projekte und Aktivitäten mit Fördermitteln aus dem europäischen LEADER-Programm unterstützt werden. Seit der Gründung  konnten über 400 Projekte mit einer Summe von mehr als 14 Millionen Euro gefördert werden,  jedes einzelne hat einen Beitrag zur Entwicklung des östlichen Weinviertels geleistet.

Am 2. Oktober wurde im Stadtsaal Mistelbach der 10. Geburtstag der LEADER Region Weinviertel Ost gefeiert. Auch die Geburtstagstorte und eine große Schar an Mitfeiernden durfte dabei nicht fehlen!

Hinter dem abgekürzten Begriff LEADER verbirgt sich ein europäisches Förderprogramm, das für die Entwicklung der ländlich geprägten Region im östlichen Weinviertel ganz entscheidend ist. Die Grundidee ist, die Menschen in der Region dabei zu unterstützen, ihre Heimat zu stärken und positive Impulse in der Region zu setzen.

Gabriele Dienstl, GR Christine Kiesenhofer

Vom zur Verfügung stehenden Fördergeld haben auch Projekte in Kreuzstetten profitiert:

  • die 2012 eröffnete Kürbiskerntrockenanlage mit einem Fördervolumen von 101.000 €
  • die revitalisierte Kellergasse in Oberkreuzstetten
  • ganz aktuell: der Gmoabauernlodn Gmoabauernlodn

Bei der Feier habe ich als Vertreterin der Gemeinde Kreuzstetten teilgenommen, dazu ein  Bericht in den Bezirksblättern von Karina Seidl https://www.meinbezirk.at/gaenserndorf/lokales/meilensteine-fuer-die-zukunft-des-weinviertels-d2270666.html

 

Nationalratswahl 15. Oktober 2017 – was passiert im Wahllokal?

Wem dieser Bericht bekannt vorkommt – ich habe ihn großteils vom Bericht zur Bundespräsidentenwahl 2016 übernommen. Bei dieser Wahl bin ich nur „gewöhnliche“ Wählerin ohne sonstige Aufgabe in den Wahlbehörden. Ich muss also genauso wie alle anderen Wähler das Wahllokal sofort nach Stimmabgabe verlassen (und darf den freien Tag genießen). Trotzdem meine Schilderung, was nach der Stimmabgabe passiert, da hat sich ja nichts geändert…

Abhängig von der Einwohnerzahl wird eine Gemeinde  in einzelne Wahlsprengel aufgeteilt. Die Stimmabgabe ist (außer mit Wahlkarte) nur in dem Wahlsprengel möglich, dem man zugeteilt ist – siehe Wählerverständigung, die jede/r Wahlberechtigte per Post erhalten hat. In der Gemeinde Kreuzstetten gibt es drei Wahlsprengel: Niederkreuzstetten (mit Neubau-Kreuzstetten), Oberkreuzstetten und Streifing.

Nützen Sie Ihr Recht zu wählen, in vielen Ländern ist dies nicht selbstverständlich!

Welche Personen sind im Wahllokal?

In jedem Wahlsprengel gibt es einen Sprengelwahlleiter  und Beisitzer aus den einzelnen Parteien = die Sprengelwahlbehörde. Welche Parteien Beisitzer stellen können, orientiert sich am Ergebnis der letzten Nationalratswahl. Zusätzlich können Parteien Wahlzeugen bei der Bezirkshauptmannschaft bekanntgeben. Diese bekommen einen Eintrittsschein, dürfen im Wahllokal anwesend sein – mehr nicht! Sie haben nur Kontrollfunktion, dürfen nicht auszählen oder sich zur Sache äußern. Einen Überblick zu den Öffnungszeiten der Wahllokale und den Beisitzern finden Sie hier: Wahllokale, Wahlbehörden NR-Wahl

Im Sprengel Niederkreuzstetten ist unsere Amtsleiterin Eva Wohlmuth eine große Stütze für die Wahlbehörde!

Die Stimmabgabe

Die Wähler sollten ihre Identität mit einem Lichtbildausweis nachweisen können – in Kreuzstetten oft nicht nötig, da die Bewohner meist der Behörde bekannt sind. Bitte zur Wahl die amtliche Wahlinformation mitnehmen! Auf ihr ist die Zahl angeführt, unter der die Person im Wählerverzeichnis eingetragen ist (dies ist nicht alphabetisch geführt, sondern nach den Straßennamen geordnet). Durch das Wählerverzeichnis wird kontrolliert, ob die Person in diesem Wahllokal wahlberechtigt ist, hier ist vermerkt, wer eine Wahlkarte erhalten hat (und deshalb auch nur mit Wahlkarte wählen kann).

Ein Beisitzer führt das Abstimmungsverzeichnis. In diesem wird in fortlaufender Zahl der Name des Wählers eingetragen und die Zahl aus dem Wählerverzeichnis. Der Wahlleiter übergibt Stimmzettel und Kuvert, in der Wahlzelle wird gewählt, dann kommt das Kuvert in die Wahlurne, der Wähler verlässt das Wahllokal.

Das Auszählen der Stimmen

Die festgelegte Wahlzeit ist vorbei, das Wahllokal wird geschlossen, jetzt wird’s spannend! Tische werden zusammengeschoben, die Wahlurne wird entleert, die blauen Kuverts liegen auf den Tischen. Stimmt die Anzahl der Kuverts mit dem Abstimmungsverzeichnis überein? – ist die erste Herausforderung.

Dann werden die Stimmzettel entnommen. Kontrolle: ist es ein gültiger Stimmzettel? Oder wurden mehrere Parteien angekreuzt, gar keine, alle durchgestrichen oder irgendwie sonst ungültig gemacht? Die ungültigen Stimmzettel kassiert der Wahlleiter, die anderen werden wieder in Zehnerstapeln geschlichtet. Wieder Kontrolle: stimmt die Anzahl? Gültige Stimmzettel + ungültige = Zahl beim Abstimmungsverzeichnis. Nein? Steckt vielleicht noch ein Stimmzettel in einem Kuvert? Die Suche im Papierkorb beginnt… Oder nochmal zählen… Die ungültigen Stimmzettel werden von allen Beisitzern überprüft und nummeriert.

Anschließend werden die gültigen Stimmzettel nach den Parteien sortiert, gestapelt, gezählt, nochmal kontrolliert – und dann gibt’s ein Sprengelergebnis.

Niederschrift, Verpacken für die Bezirkswahlbehörde

Das Wahlergebnis wird in einem Formular niedergeschrieben und von den anwesenden Personen der Sprengelwahlbehörde unterschrieben. Die Gemeindewahlbehörde fasst in einem zweiten Protokoll die Ergebnisse der Sprengel zusammen, Unterschrift der Gemeindewahlbehörde.

Dann werden die Stimmen säuberlich in vorbereitete Kuverts verpackt, beschriftet (dafür gibt es eine Anleitung, die genauestens zu befolgen ist), mehrmals kontrolliert, in  ein großes „Weihnachtspäckchen“ mit Packpapier und Schnur verpackt (prüfender Blick: liegt eh nichts irgendwo herum, das hineingepackt hätte werden müssen…). Fertig, juhu! Der Bürgermeister als Gemeindewahlleiter darf Weihnachtsmann spielen und das Paket zur Bezirkshauptmannschaft bringen.

Am darauffolgenden Tag räumen die Gemeindearbeiter den Raum zusammen und verstauen Wahlkabinen und Wahlurnen – bis zur nächsten Wahl!

 

NR-Wahl 15. Oktober 2017: Wahlkarte anfordern

Vom 15. August bis zum 11. Oktober 2017 kann eine Wahlkarte (= Briefwahlunterlage)  anfordert werden, wenn man am Wahltag nicht im zugewiesenen Wahlsprengel wählen kann. Am einfachsten geht dies hier: https://www.wahlkartenantrag.at/ – oder persönlich! am Gemeindeamt. Der Versand erfolgt voraussichtlich ab 18. September!

Wählen mit Wahlkarte kann man mittels Briefwahl oder in jenen Wahllokalen, die Wahlkarten entgegennehmen, nähere Info hier: https://www.wahlkartenantrag.at/Help_de_AT.html

Aktualisierung: Fahrplanänderung ÖBB ab 4. 9.

Ab Montag 4. September wird es zu Fahrplanänderungen kommen: bitte unbedingt die Abfahrtszeiten kontrollieren

alle Links zu den Fahrplänen 2017 gelöscht, diese Fahrpläne sind vermutlich nicht mehr aktuell!

Bitte die Information an Pendler und Schüler weitergeben!

Und hier der Grund für die verspätete Information der Fahrgäste: ORF NÖ 25. 8. Aufstockung Züge S7 Ich erlaube mir, ausnahmsweise nicht sachlich, sondern emotional zu schreiben: Die Präsentation der lieben Politiker hatte Vorrang vor den Menschen, die erst jetzt über die Fahrplanänderungen informiert werden dürfen! Das ist zum Speiben!

Daher meine Bitte: wenn Sie sich über die verspätete Information beschweren wollen, tun Sie es bitte nicht bei den ÖBB – die sind nämlich wirklich unschuldig. Wenden Sie sich vertrauensvoll an unseren Verkehrslandesrat!

Rückblick e-Mobilitätstag Ernstbrunn

© Astrid Knie; v. l.n.r. Bgm Thomas Ludwig, Ladendorf; Stellvertreter der Landeshauptfrau, Dr. Stephan Pernkopf; Bgm Horst Gangl, Ernstbrunn; Stefan Moidl, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Windkraft Österreich, Doris Holler-Bruckner, Redakteurin von oekonews.at; Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld AG; Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich; Georg Hartmann und Andrea Rössler Windkraft Simonsfeld AG; Bgm Adolf Viktorik, Kreuzstetten

Passend zum Tag des Windes fand am Firmengelände der Windkraft Simonsfeld AG in Ernstbrunn der erste Weinviertler E-Mobilitätstag statt. Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld betont: „Saubere Mobilität braucht saubere Energie zum Antrieb. Windkraft und E-Mobilität gehören zusammen.“ Und so konnten die Besucher zahlreiche marktgängige Automodelle besichtigen oder gratis ausprobieren, ergänzt von E-Scootern und E-Bikes. Weiters wurden Vorträge rund um das Thema E-Mobilität angeboten.

Am späten Nachmittag stand dann die Kunst im Mittelpunkt. Im Rahmen des Weinviertelfestivals 2017 startete das Projekt Wort.Wind.Bild von Herbert Marko, u.a. mit der Präsentation der Haiku-Sieger. Aus 600 eingereichten Haiku – japanischen Naturgedichten – wurden von der österreichischen Haiku-Gesellschaft acht Siegergedichte ausgewählt, die künftig einige Windräder im Windpark Kreuzstetten zieren.

Zur Eröffnung des ersten österreichischen Haiku-Wanderweges setzte sich ein langer e-Auto-Konvoi zu den Kreuzstetter Windrädern in Bewegung, wo Bürgermeister Adolf Viktorik den Wanderweg eröffnete.

Wer Lust bekommen hat, die Haiku zu erwandern – es gibt auch eine Beschreibung des Wanderweges Haiku-Wanderweg, weiter unten dazu die Karte. Und hier einen längeren Beitrag mit vielen Fotos von Gabriele Dienstl in den Bezirksblättern! https://www.meinbezirk.at/mistelbach/lokales/wind-weht-worte-haiku-am-windrad-d2168980.html

© Claus Rockenbauer

 

Atommüll – Nein danke!

LH-Stv. Stefan Pernkopf mit den Bürgermeistern des Bezirks Mistelbach beim e-Mobilitätstag am 24. Juni in Ernstbrunn, Windkraft Simonsfeld

Tschechien will einige Standorte auf ihre Eignung als Atommüll-Endlager testen, darunter sind auch grenznahe Orte. Das Land NÖ hat dazu eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie können Ihre Unterschrift am Gemeindeamt abgeben! Sie können aber natürlich auch die  Liste ausdrucken (oder sich Blätter am Gemeindeamt mitnehmen) und selbst Unterschriften sammeln.

Einsendeschluss ist der 1. September, bitte die ausgefüllten Blätter bis 25. August  auf der Gemeinde abgeben, von dort werden sie gesammelt verschickt.

Nähere Info dazu hier: http://www.enu.at/atommuell-nein-danke-1 hier kann man online unterstützen: https://meine.energiebewegung.at/page/s/atommuell-nein-danke

Und falls die Grünen dazu meinen: das ist eine böse ÖVP-Initiative, soll man nicht unterschreiben…  jetzt kann ich auch öffentlich und nicht nur intern sagen: es ist mir völlig egal, welche „Farbe“ LH-Stv. Pernkopf hat – er leistet sehr gute, engagierte Arbeit und nur das sollte zählen. Siehe der Artikel zur Umweltverträglichkeitsprüfung beim AKW Dukovany (81.470 Einwendungen österreichweit, davon 63.680 aus Niederösterreich!) oekonews 31.1.2017 Dukovany

Übrigens: bei der Unterschriftenaktion zur UVP Dukovany hat sich Kreuzstetten sehr engagiert beteiligt, fast 100 Unterschriften, trotz äußerst knapp bemessener Zeitspanne!

Nein zu Glyphosat – Europäische Bürgerinitiative gestartet

ebi-lgoo-teaserAm 8. Februar wurde die Europäische Bürgerinitiative „STOP GLYPHOSAT“ gestartet, die bei GLOBAL 2000 unterzeichnet werden kann. Die Forderungen sind ein Verbot von Glyphosat, Transparenz und Unabhängigkeit im Zulassungsverfahren sowie verbindliche Reduktionsziele für den Pestizideinsatz in der EU.

Eine europäische Bürgerinitiative (EBI – Europäische Bürger-Initiative) ist ein demokratisches Werkzeug, das es den BürgerInnen der EU ermöglicht, an Entscheidungen der EU teilzunehmen. Werden 1,000.000 Unterschriften erreicht, muss sich die Europäische Kommission mit dem Anliegen der EBI beschäftigen. Die EBI für den Stop von Glyphosat endet am 25. Januar 2018. Nachdem die europäische Kommission allerdings noch 2017 über eine Verlängerung der Zulassung von Glyphosat verhandeln will, streben die Organisatoren der EBI an, die nötigen Unterzeichnungen schon vor dem Sommer 2017 zu erreichen.
Kreuzstetten hat Ende 2015 das Bekenntnis zum Verzicht auf Pestizide im gemeindeeigenen Einflussbereich im Gemeinderat beschlossen. Ein EU-weites Verbot von Glyphosat, das von der WHO als „wahrscheinlich beim Menschen krebserregend“ eingestuft wurde, sollte uns ein Anliegen sein.

 

Bitte unterzeichnen und weitersagen!

 

Erfolg des Volksbegehrens

Mit 562.552 Unterschriften war das Volksbegehren gegen TTIP, CETA und TiSA ein überwältigender Erfolg und zeigt die breite zivilgesellschaftliche Koalition gegen Handelsabkommen, die letztlich nur den Konzernen nutzen!

Gerechter Handel statt Freihandel!

Im Bezirk Mistelbach war die Marktgemeinde Kreuzstetten mit 321 gültigen Eintragungen (bei 1.278 Stimmberechtigten) die Spitzenreiterin – mehr als 25 %, dazu kommen noch die abgegebenen Unterstützungserklärungen vom Sommer 2016. Danke allen, die unterschrieben haben und dafür Werbung gemacht haben!

Alle Parteien in Kreuzstetten haben dieses Volksbegehren unterstützt und für Unterschriften geworben; das Ergebnis kann sich sehen lassen. Hoffen wir, dass die vielen Unterschriften auch im Nationalrat und auf EU-Ebene ein Umdenken bewirken.

Mehr unter https://www.ttip-stoppen.at/ und  http://www.volksbegehren.jetzt/.

In den Bezirksblättern wurde letzte Woche ausführlich über das Volksbegehren berichtet.Bezirksblätter 26.1.2017Bezirksblätter 2. Seite