(Zweite) Bescheidbeschwerde beim LVwG

Am 17. April habe ich Bescheidbeschwerde gegen den Bescheid des Gemeindevorstandes erhoben Bescheidbeschwerde zum Bescheid des Gemeindevorstandes, am 27.4. von der Gemeinde weitergeleitet Weiterleitung an LVwG

aus dem Text meiner Beschwerde: „Der Text im Bescheid („Berufung zur Bescheidbeschwerde“) ist missverständlich, außerdem fehlt bei der Unterschrift der Stempel der Gemeinde“

Zu den seltsamen Begründungen des Gemeindevorstands:

 

meine Beschwerdegründe: Ich wüsste nicht, welche Geschäftsgeheimnisse betroffen wären. § 6 (1) IFG: „… Zu diesem Zweck sind alle in Betracht kommenden Interessen, einerseits an der Erteilung der Information, darunter insbesondere auch an der Ausübung der Meinungsäußerungsfreiheit, und andererseits an der Geheimhaltung der Information, gegeneinander abzuwägen.“ § 6 (2) IFG: „Treffen die Voraussetzungen des Abs. 1 nur auf einen Teil der Information zu, unterliegt nur dieser der Geheimhaltung.“ Adressen, Kontonummern und Ähnliches sind laut Datenschutz persönliche Daten und müssen natürlich geschwärzt werden.

Die Inhalte der Stellungnahme und der Rechnungen mit Leistungsverzeichnissen sind gemäß § 2 (2) IFG Informationen von allgemeinem Interesse für die Gemeindebürger Kreuzstettens und werden auf meiner Homepage (https://kreuzstettenaktuell.com/) veröffentlicht; die hohen Kosten der Stellungnahme von etwa 18.500 € hatte die Gemeinde (= die Gemeindebürger*innen) zu tragen, ebenso wie den ungeklärten Abgang von 413.406 € aus dem Vermögen der Gemeinde, der für die Ausgaben beim Hochwasserschutz vorgesehen war (siehe meine Sachverhaltsdarstellung vom 8. Jänner 2025 an die StA Korneuburg in der Beilage. Für den Hochwasserschutz wurde in der GR-Sitzung vom 11.12.2025, TOP 5 die Aufnahme eines Darlehens in Höhe von 340.000 € beschlossen).

Die Beilagen der Bescheidbeschwerde:

1. Berufung Gemeindevorstand abgelehnt, 13. April 2026
2.  Bescheidbeschwerde an das LVwG vom 15. Dezember 2025 (vom LVwG zurückgewiesen, siehe Text in der aktuellen Bescheidbeschwerde)
3. Sachverhaltsdarstellung an die StA Korneuburg vom 8.1.2025
4. Antrag gemäß IFG vom 10. September 2025
5. ablehnender Bescheid des Bürgermeisters vom 9.12.2025

Bericht von der GR-Sitzung am 26. März 2026

Protokoll Sitzung 26.3.2026

Die Tagesordnung:

TOP 1: keine Einsprüche, daher automatisch genehmigt;  Protokoll 6. GR-Sitzung vom 11.12.2026

TOP 2: zur Kreditrückzahlung beim KIGA wird es demnächst einen Nachtrags-VA geben; Aufteilung der Kosten für die Siedlungserweiterung: in der nächsten GR-Sitzung wird jemand vom Team Kernstock Ziviltechniker die Aufteilung erkären

TOP 3: siehe REAB 2025, ÖVP dagegen

TOP 4 + 5: Gerhard Kaller wird für seine langjährige Arbeit gedankt, neuer Ortsvorsteher ab 1. April ist Emil Schmied

TOP 6: die Brücke gibt es schon jahrzehntelang, einen Vertrag hat es dazu noch nicht gegeben

TOP 7: Der Musikschulverband wächst um Laa und Großharras (siehe NÖN-Artikel)

TOP 8: Es haben sich jetzt doch einige Interessenten für die Freibad-Pacht gemeldet; vergeben wurde die Pacht an einen Tauchlehrer aus Deutsch-Wagram (hat Rettungsschwimmer-Prüfung, ist Bädertechniker, private Tauchschule), Start Freibad erst am 22.5., siehe Info auf der Gemeinde-HP

TOP 9: Gemeindetraktor: größerer Schaden, ist vollkaskoversichert; wird als Totalschaden abgerechnet
9.1. Beschluss zum Kauf eines neuen Traktors (von Fa. Steiner, ~ 100.000 €)
9.2. Leasingvertrag mit dem Bestbietenden (es konnte noch kein Angebot eingeholt werden, weil noch nicht klar ist, was die Gemeinde von der Versicherung erhält, alter Traktor Massey Ferguson, siehe Entwurf REAB Seite 251)

REAB 2025

REAB 2025 beschlossen

Meine Stellungnahme vom 22. März: Stellungnahme Entwurf REAB 2025

Antwort des Bgm. zu meiner Stellungnahme;  meine Antwort darauf habe ich am 29.3. per Mail an Bgm., Gemeinderäte und die Kassenverwalterin der Gemeinde geschickt. Eine Reaktion habe ich noch nicht erhalten.

Am 24. März habe ich Details zum Abwasserhaushalt an die Gemeindebedienstete, den Bürgermeister und die Gemeinderäte geschickt Abwasser lt. REAB 2025

Passend zur Siedlungserweiterung mein Beitrag zu den absurden Anwaltskosten bei der Siedlung; Aufstellung RA-Kosten Teichfeld

Eine kurze Zusammenfassung des REAB neben den Inhalten meiner Stellungnahme:

Haushaltspotential 1.575 € (Vorbericht, Seite 3)

Nettoergebnis (Seite 4) minus 156.794 €

Abgabenertragsanteile: 1.729.694 € (davon wurde vom Land einbehalten: NÖKAS-Umlage 506.128 €, Sozialhilfe-Umlage 281.579 € und diverse kleinere Beträge siehe Seite 225)

Schuldenstand (Seite 7): 4.676.118 € (also knapp 2.500 € pro Kopf, für eine vierköpfige Familie ca. 10.000 €). Im Vergleich dazu Ulrichskirchen lt. NÖN-Artikel 8.4.26: Nettoergebnis + 600.000 €, Schuldenstand 1,4 Mio €.

Zahlungsmittelreserve: 238.980,75 € (Seite 229): gebundene Rücklage Kanal 31.12.2025 65.020,03 € neu als finanzielle Rücklage ausgewiesen, lt. VA 2026 soll sie aufgelöst werden!?

Leasingverpflichtungen: 33.531 € (Seite 251)

FF-Auto erst 2027 lt. Investitionen

Kassenkredit für den HWS Zinsen 12.908,12 € (Seite 184)

REAB 2025 Entwurf

Antrag zum Baurechtsvertrag mit der Nahwärme, abgelehnt

Am 19. April habe ich den Antrag auf Bescheiderlassung gestellt. Am 7. April 2026 habe ich die Ablehnung des Bürgermeisters erhalten. Seine Begründung: der Vertrag sei im Grundbuch einsehbar. Dies ist gemäß § 9 IFG („Die Verweisung auf bereits veröffentlichte oder auf anderem Weg einfacher zugängliche Informationen ist zulässig.“) erlaubt, auch wenn Grundbuchauszüge nicht kostenfrei sind. Den Grundbuchauszug habe ich heruntergeladen, an die Gemeinde und den Bürgermeister geschrieben und nochmals um Übermittlung des vollständigen aktuellen Baurechtsvertrages ersucht: Antwort auf die Ablehnung, 10.4.2026

(in meiner Antwort habe ich geschrieben: „auch die Eigentumsübertragungen an die Fa. EQUANS scheinen nicht auf!?„. Das ist natürlich Blödsinn, die Gemeinde ist weiterhin zu 100 % Grundstückseigentümerin, die Eigentumsübertragung der errichteten Gebäude ist nicht Thema des Grundbuchs)

Zum Grundbuchauszug: dieser hat laut Signatur zwar die Beweiskraft einer öffentlichen Urkunde, ich vermute aber, dass ich den Auszug nicht auf meine HP stellen darf (in meinem Mail habe ich den Grundbuchauszug angehängt).

Am 9. März 2026 habe ich bei der Gemeinde den Antrag zum Baurechtsvertrag mit der Fa. EQUANS (= unsere Nahwärme) gestellt.

Viele Häuser haben ihre Heizung auf Nahwärme umgestellt, die Gemeindegebäude (mit Schule und Kiga) werden von der Nahwärme versorgt; der Inhalt des Baurechtsvertrags ist deshalb hoffentlich für viele Gemeindeangehörige interessant.

 

zu den vergangenen Turbulenzen rund um die Nahwärme: https://kreuzstettenaktuell.com/2020/01/03/zehn-jahre-nahwaerme-kreuzstetten-ein-rueckblick/ – mittlerweile: 15 Jahre Nahwärme

nachträgliche Verhandlung Abfallsammelzentrum

Am 19. März fand im Gemeindeamt eine nachträgliche wasser- und abfallrechtliche Verhandlung zum Abfallsammelzentrum in Oberkreuzstetten statt: nachträgliche Verhandlung Abfallsammelzentrum OK 19.3.2026

Anwesend waren außer Bgm. Ullmann, Vizebgm. Seidl-Koch und Bauhofleiter Gröger leider niemand von der Gemeindebevölkerung außer mir, ist es der Bevölkerung egal?

Das Abfallsammelzentrum gibt es schon jahrzehntelang; eine abfallrechtliche Genehmigung und wasserrechtliche Bewilligung hat es in der Vergangenheit anscheinend nicht gegeben, Verschärfungen gibt es aktuell in vielen Belangen (befestigter Untergrund, Wasserentsorgung etc.). Eine Auslagerung an GAUM ist (und war schon lange) sinnvoll, siehe der Bericht in der NÖN vom Dezember 2025 zum Grundsatzbeschluss im Gemeinderat.

Antrag zum Stromliefervertrag mit der EVN, abgelehnt, 9.6.26 Bescheidbeschwerde

4.3.2026 Antrag gemäß IFG abgelehnt; Antwort auf die Ablehnung des Bgm. 11.3.2026; ablehnender Bescheid 18.5.2026

Aktualisierung, 9. Juni 2026: Bescheidbeschwerde beim Gemeindevorstand erhoben, die Links zu den Beilagen finden sich auf dieser Seite

1. Antrag gemäß IFG vom 10. Februar 2026
2. ablehnender Bescheid mit dem Datum 18.5.2026
3. meine Antwort auf die Ablehnung des Bgm. vom 11.3.2026
4. GR-Protokoll der Sitzung vom 10.12.2024

Davor habe ich bei der EVN nachgefragt, die Antwort: „Da die Gemeinde mein Vertragspartner ist, bekommen sie Auskünfte ausschließlich von Herrn Bürgermeister.“ Auf die Reaktion des Vorstands bin ich gespannt.

Aus meinen wichtigen Themen für 2025 hat sich ein Thema bis ins Jahr 2026 gezogen: In der GR-Sitzung am 10.12.2024 wurde der Stromliefervertrag für 2025 mit der EVN beschlossen. Ich habe mich als Gemeinderätin intensiv für den Stromvertrag mit der oekostrom AG eingesetzt und werde das auch für den Stromliefervertrag 2026 tun. Geld für die Windräder nimmt die Gemeinde gerne, den Strom daraus nicht?

Am 10. Februar 2026 habe ich dazu einen Antrag gemäß IFG an den Bürgermeister gestellt, am 12. Februar 2026 ein Schreiben an die Gemeindevorstände per Mail geschickt und um zeitnahe Antworten ersucht.

Beilage bei beiden Schreiben auszugsweise Stromanbieter-Check 2026 von GLOBAL2000.

 

Schreiben an die Aufsichtsbehörde, Antwort am 17.2.2026 erhalten

Auf mein Schreiben vom 4. August 2025 habe ich keine Information erhalten, daher mein neuerliches Schreiben an die Aufsichtsbehörde.

Die Antwort der Aufsichtbehörde: Antwort 17.2.2026 markiert, Stellungnahme des Bürgermeisters an die Aufsichtsbehörde 17.2.2026

Es ist also nicht die Aufgabe der Gemeindeaufsicht, einzelne Rechnungen von Rechtsanwälten auf die Angemessenheit ihrer Höhe hin zu kontrollieren. Das heißt nach meinem Verständnis, absurde Rechnungen von ca. 300.000 € sind ok? Zahlt ja eh nur die Gemeinde (= die Bürger)? Muss ich da klagen? Der Bgm. hat eh schon „gestanden“, dass er nicht gemäß Gemeindeordnung gehandelt hat:

 

Die Beilagen meines Schreibens vom 2.2.2026:

Kürbisproduktions- und Vermarktungsgemeinschaft eGen

Das Grundstück der Anlage steht in Niederkreuzstetten, es wurde in der GR-Sitzung vom 23.09.2025, TOP 16 an die Genossenschaft verkauft, der Firmensitz ist aber lt. https://www.firmenabc.at/ in Mistelbach, es fließen also auch die Kommunalsteuer-Einnahmen an die Stadt Mistelbach!?

Antwort 4.2.26: „Da wir als Genossenschaft derzeit keine Mitarbeiter beschäftigen, fallen auch keine Kommunalsteuern an. Der Firmensitz wurde bereits auf Niederkreuzstetten geändert, ist wahrscheinlich in dem Verzeichnis noch nicht aktuell.“

 

Auskunftsbegehren an die BH Mistelbach, 14. Jänner 2026, Antwort der BH

Nachdem ich zu den Karpfenzuchtteichen vom Bürgermeister keine Auskunft erhalte, habe ich ein Auskunftsbegehren an die BH Mistelbach gerichtet.  BH Antwort, 13.2.2026: „Weiters wird mitgeteilt, dass die fristgerechte Bauvollendung im Dezember 2025 der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach unter Anschluss entsprechender Kollaudierungsunterlagen angezeigt wurde.“

Die BH schafft es, in wenigen Wochen eine Antwort zu geben, die Gemeinde nicht!

 

 

Energiebericht 2024/25

Der Energiebericht für 2024/25 (Oktober 2024 bis September 2025) liegt auf 2025 Jahresbericht Energiehaushalt Kreuzstetten:

2024/25 war ein verhältnismäßig kalter Winter, dies macht sich auch im Anstieg der Heizenergie bemerkbar (die Daten unter Berücksichtigung der Heizgradtage liegen leider noch nicht vor); auch der Winter 2025/26 wird nach aktueller Wetterlage ein kalter sein, auch 2025/26 ist daher vermutlich ein Anstieg der Heizenergie zu erwarten.

Besonders erfreulich ist der Rückgang des Energieverbrauchs für die Straßenbeleuchtung durch die Umstellung auf LED (Vergleich zum Energiebericht 2023 117.438,41 kWh/22,5%, 2025 47.447,58 kWh/9,6%).

Gesamter Energieverbrauch 2024/25 494.826,64 kWh, im Vergleich die Daten von 2016/17 631.084,71 kWh (Reduktion um über 20 %, trotz Erweiterung Gemeindeamt, Volksschule und Kindergarten in den vergangenen Jahren). Verwundert bin ich über den Anstieg des Heiz- und Stromverbrauchs im Gemeindeamt trotz Änderung bei den Öffnungszeiten im Juni 2024 (Gemeindeamt ist freitags geschlossen).

Wie schon zum Energiebericht 2023 geschrieben: auf die Errichtung von PV-Anlagen auf den Gemeindedächern  verzichtet die Gemeindeführung bisher, dafür wurde in der GR-Sitzung Dezember 2024 der Stromliefervertrag mit der EVN abgeschlossen: das Geld für die Windräder nimmt die Gemeinde gern, den Strom aus unseren Windrädern nicht. Vermutlich läuft der Stromvertrag mit der EVN automatisch weiter, 2025 wurde dazu im Gemeinderat kein Beschluss gefasst (bevor der Vertrag mit Oekostrom im März 2016 im Gemeinderat beschlossen wurde, musste der Vertrag mit der EVN fristgerecht gekündigt werden). Dazu passt: Antrag gemäß IFG zum Stromliefervertrag mit der EVN