Rückblick e-Mobilitätstag Ernstbrunn

© Astrid Knie; v. l.n.r. Bgm Thomas Ludwig, Ladendorf; Stellvertreter der Landeshauptfrau, Dr. Stephan Pernkopf; Bgm Horst Gangl, Ernstbrunn; Stefan Moidl, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Windkraft Österreich, Doris Holler-Bruckner, Redakteurin von oekonews.at; Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld AG; Dr. Herbert Greisberger, Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich; Georg Hartmann und Andrea Rössler Windkraft Simonsfeld AG; Bgm Adolf Viktorik, Kreuzstetten

Passend zum Tag des Windes fand am Firmengelände der Windkraft Simonsfeld AG in Ernstbrunn der erste Weinviertler E-Mobilitätstag statt. Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld betont: „Saubere Mobilität braucht saubere Energie zum Antrieb. Windkraft und E-Mobilität gehören zusammen.“ Und so konnten die Besucher zahlreiche marktgängige Automodelle besichtigen oder gratis ausprobieren, ergänzt von E-Scootern und E-Bikes. Weiters wurden Vorträge rund um das Thema E-Mobilität angeboten.

Am späten Nachmittag stand dann die Kunst im Mittelpunkt. Im Rahmen des Weinviertelfestivals 2017 startete das Projekt Wort.Wind.Bild von Herbert Marko, u.a. mit der Präsentation der Haiku-Sieger. Aus 600 eingereichten Haiku – japanischen Naturgedichten – wurden von der österreichischen Haiku-Gesellschaft acht Siegergedichte ausgewählt, die künftig einige Windräder im Windpark Kreuzstetten zieren.

Zur Eröffnung des ersten österreichischen Haiku-Wanderweges setzte sich ein langer e-Auto-Konvoi zu den Kreuzstetter Windrädern in Bewegung, wo Bürgermeister Adolf Viktorik den Wanderweg eröffnete.

Wer Lust bekommen hat, die Haiku zu erwandern – es gibt auch eine Beschreibung des Wanderweges Haiku-Wanderweg, weiter unten dazu die Karte. Und hier einen längeren Beitrag mit vielen Fotos von Gabriele Dienstl in den Bezirksblättern! https://www.meinbezirk.at/mistelbach/lokales/wind-weht-worte-haiku-am-windrad-d2168980.html

© Claus Rockenbauer

 

Ein neuer Gemeindearbeiter?

Manchen wird er schon aufgefallen sein – vielleicht haben Sie sich gefragt: Wer ist das? Hat die Gemeinde einen weiteren Gemeindearbeiter eingestellt? Dazu einige Informationen:

  • Bahjat Al Alwnah ist mit seiner Familie Ende 2015 als Füchtling nach Kreuzstetten gekommen. Die Familie hat zuerst im Haus von Gerti Kollath eine Bleibe gefunden, derzeit wohnen sie in der Hauptstraße (im Haus von Fam. Kaiser). Der Asylantrag ist noch in Bearbeitung.
  • Asylwerber dürfen in Österreich kein reguläres Beschäftigungsverhältnis eingehen, dies ist erst nach Abschluss des Asylverfahrens möglich.
  • Von der Gemeinde können Asylwerber mit ihrem Einverständnis für gemeinnützige Hilfstätigkeiten herangezogen werden. Dazu wurde vom Land ein detaillierter Leistungskatalog erstellt: Leistungskatalog
  • Für diese Arbeit ist eine Entschädigungszahlung  von maximal 100 € im Monat erlaubt. Nach diesen Richtlinien ist Herr Al Alwnah seit 1. Juni in der Gemeinde tätig.
  • Dies ist also eine dreifache win-win-Situation:
    • Arbeit ist ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Integration und hilft mit, die sehr lange Wartezeit auf die Erledigung des Asylverfahrens zu strukturieren
    • die Gemeinde kann eine zusätzliche Hilfskraft (gerade im Sommer) gut brauchen
    • 100 € sind nicht viel – trotzdem ist es eine willkommene Aufbesserung der sehr geringen Grundversorgung (nicht zu verwechseln mit der viel höheren Mindestsicherung – darauf haben Asylwerber keinen Anspruch)

Atommüll – Nein danke!

LH-Stv. Stefan Pernkopf mit den Bürgermeistern des Bezirks Mistelbach beim e-Mobilitätstag am 24. Juni in Ernstbrunn, Windkraft Simonsfeld

Tschechien will einige Standorte auf ihre Eignung als Atommüll-Endlager testen, darunter sind auch grenznahe Orte. Das Land NÖ hat dazu eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie können Ihre Unterschrift am Gemeindeamt abgeben! Sie können aber natürlich auch die  Liste ausdrucken (oder sich Blätter am Gemeindeamt mitnehmen) und selbst Unterschriften sammeln.

Einsendeschluss ist der 1. September, bitte die ausgefüllten Blätter bis 25. August  auf der Gemeinde abgeben, von dort werden sie gesammelt verschickt.

Nähere Info dazu hier: http://www.enu.at/atommuell-nein-danke-1 hier kann man online unterstützen: https://meine.energiebewegung.at/page/s/atommuell-nein-danke

Und falls die Grünen dazu meinen: das ist eine böse ÖVP-Initiative, soll man nicht unterschreiben…  jetzt kann ich auch öffentlich und nicht nur intern sagen: es ist mir völlig egal, welche „Farbe“ LH-Stv. Pernkopf hat – er leistet sehr gute, engagierte Arbeit und nur das sollte zählen. Siehe der Artikel zur Umweltverträglichkeitsprüfung beim AKW Dukovany (81.470 Einwendungen österreichweit, davon 63.680 aus Niederösterreich!) oekonews 31.1.2017 Dukovany

Übrigens: bei der Unterschriftenaktion zur UVP Dukovany hat sich Kreuzstetten sehr engagiert beteiligt, fast 100 Unterschriften, trotz äußerst knapp bemessener Zeitspanne!

Gemeindezeitung Sommer 2017

In der Vergangenheit habe ich die verschiedenen, meist von mir verfassten Beiträge für die Gemeindezeitung nach der Redaktionssitzung auf die Homepage gestellt. Als fraktionslose Gemeinderätin habe ich nunmehr keinen Zugang zur Sitzung des Redaktionsausschusses und auch keine Information, wann diese stattfindet.

Im folgenden die von mir eingesandten Beiträge für die Sommer-Gemeindezeitung:

Die komplette Gemeindezeitung ist auf der Gemeinde-HP zu finden  http://www.kreuzstetten.at/Juli_2017

Zur Kritik von Vbgm Freudhofmaier und GR Meister an der Vorgangsweise zum Wohnungsbau in Streifing ein Artikel hier: Bauvorhaben in Streifing, Fortsetzung, zum Schulumbau hier: Schulumbau: Zu teuer!?

 

 

 

Bauvorhaben der WAV in der Bäckergasse

Die unendliche Geschichte der Bewilligung des Bauvorhabens in der Bäckergasse (29 Wohnungen auf knapp 3500 m²) dürfte demnächst zum Abschluss kommen:  in Planung ist es seit Herbst 2012, eine unterbrochene und nicht fortgeführte Bauverhandlung fand im Juli 2014 unter Altbgm. Strobl statt, die ausgeschriebene  Bauverhandlung im Februar 2015 wurde von der WAV zurückgezogen. Eine kurze Zusammenfassung der  Ereignisse des letzten Jahres:

  • Bauverhandlung am 2. Mai 2016, zahlreiche Einsprüche wurden von den Anrainern eingebracht
  • Baubewilligungs-Bescheid der Baubehörde I. Instanz (Bürgermeister Viktorik) am 11. Jänner 2017
  • Berufung der Anrainer Ende Jänner bei der Baubehörde II. Instanz (Gemeindevorstand)
  • Entscheid des Gemeindevorstandes zu den Berufungen in der Vorstandssitzung am 21. Februar: Bgm. Viktorik und GfGR Kiesenhofer sind befangen und müssen die Sitzung verlassen; die anderen Vorstände lehnen nach eingehender Beratung durch den Rechtsanwalt die Einsprüche ab; Bescheid des Gemeindevorstandes am 22. März 2017
  • Berufung der Anrainer beim Landesverwaltungsgericht als III. und letzte Instanz, dieses entscheidet am 5. Mai 2017: der Berufung wird stattgegeben, der angefochtene Bescheid wird aufgehoben und geht zurück an die Baubehörde II. Instanz (Gemeindevorstand). Für die Aufhebung des Bescheids sind ausschließlich geringfügige formale Gründe ausschlaggebend, nicht die Art und Dimension der Bebauung Erkenntnis LVWG 5. Mai 2017
  • Der Gemeindevorstand hat neuerlich über das Bauansuchen der WAV und die Einsprüche zu entscheiden.

Es ist davon auszugehen, dass die Bauarbeiten der WAV nach Erteilung der Baubewilligung sehr bald beginnen werden.

Ich habe mich in den vergangenen vier Jahren mit der Bürgerinitiative „Dorf bleiben!“ sehr deutlich gegen dieses Bauprojekt ausgesprochen, die Dimension und die  Bebauungsdichte sind für dieses Grundstück und die Straßenverhältnisse der Bäckergasse nicht passend! Es erscheint mir jetzt aber nicht mehr angebracht,  diesen Widerstand fortzusetzen. Ich halte es für vernünftig, die „Niederlage“ mit Bedauern zur Kenntnis zu nehmen, einen Schlussstrich zu ziehen und den Blick auf die Zukunft zu richten: die zukünftigen Mieter sollen nicht die Leidtragenden dieser langjährigen Auseinandersetzung sein! Auch auf Gemeindeebene soll dieses Bauvorhaben nicht zu einem dauerhaften Zerwürfnis zwischen Befürwortern und Gegnern des Projektes führen.

Etliche Gespräche in den letzten Wochen haben bei mir  Zweifel aufkommen lassen, ob auch die Anrainer und die Vertreter der Bürgerinitiative dieser Meinung sind. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, aus der Bürgerinitiative auszutreten und meine Gründe dafür  den Bewohnern der unteren Bäckergasse mittels Handzettel im Postkasten bekanntgegeben.

Austritt BI Dorf bleiben 8.6.2017

Beratung-mobilitaetsmanagement-neugestaltung-baeckergasse/

Rückblick Veranstaltung zum ÖEK 23. Mai 2017

© Matthias Enter/fotolia

Bei dieser zweiten Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung beim Örtlichen Entwicklungskonzept  am 23. Mai wurde zunächst die  bisher erfolgte Grundlagenforschung vom örtlichen Raumplaner Dipl.-Ing. Reinhard Hrdliczka präsentiert. Anschließend fasste Dipl.-Ing. Susanne Scherübl-Meitz (sehr spontan für den erkrankten DI Huber eingesprungen) die Ergebnisse der Fragebögen zusammen, die der letzten Gemeindezeitung beigelegt waren. Davon ausgehend wurden im Workshop die zentralen Handlungsfelder bearbeitet, viele Anregungen wurden eingebracht. Diese werden in den kommenden Monaten von Dipl.-Ing. Hrdliczka und den Gemeindeverantwortlichen bearbeitet und sollen in die Formulierung der Leitziele beim ÖEK einfließen.

Einen ausführlichen Bericht zur Veranstaltung gibt es in der kommenden Gemeindezeitung, hier die Präsentation

Zum Nachlesen auch der Beitrag von Gabriele Dienstl für die Bezirksblätter: https://www.meinbezirk.at/mistelbach/lokales/gemeinsam-mit-der-bevoelkerung-die-zukunft-des-ortes-gestalten-d2142925.html

alle Fotos von Peter Dienstl

 

 

Gemeinderatssitzung verschoben

Die ursprünglich für den 13. Juni angesetzte Gemeinderatssitzung wird verschoben! Der unspektakuläre Grund: es gibt nichts (Dringendes), das zu beschließen wäre!

Für den Schulumbau ist die Förderzusage des Landes noch nicht eingelangt, ein Beschluss daher nicht möglich. Auch etliche andere, wichtige Themen sind in Arbeit, Beschlüsse aber noch nicht möglich. Was die Nahwärme betrifft:  in Verhandlungen mit der Bank wurde ein Aufschub der Frist für die Neuordnung der Haftungsfrage bis September erreicht – auch hier sind Gespräche im Laufen. Zur Erinnerung: Gemeinderatssitzung am 27. September

Es wird sicherlich in naher Zukunft eine Gemeinderatssitzung stattfinden – zum Termin und den Tagesordnungspunkten werden Sie selbstverständlich informiert!

Unkrautbekämpfung in der Gemeinde

Die warme Jahreszeit ist angebrochen, das Unkraut sprießt. Die Gemeinde Kreuzstetten hat sich im Dezember 2015 zu einem Verzicht auf Pestizide entschlossen. Folgende Pflegemaßnahmen sind für das Jahr 2017 geplant:

  • Die Gemeindefriedhöfe werden mechanisch gesäubert. Diese Pflegemaßnahmen werden von „LOK IN“ (http://www.noe-volkshilfe.at/lokin) durchgeführt, einem Beschäftigungsprojekt für Langzeitarbeitslose, das ihre Wiedereingliederung  in den Arbeitsmarkt zum Ziel hat.
  • Unkraut entlang der Straße soll durch vermehrten Einsatz des gemeindeeigenen Traktors mit entsprechenden Bürsten beseitigt werden.
  • Ergänzend wurde versuchsweise ein biologisch abbaubarer  Unkrautvernichter (20 Liter) angekauft; das Mittel ist verhältnismäßig teuer – ob es auch sinnvoll verwendet werden kann, werden die kommenden Monate zeigen.
  • Sonstige hilfreiche Methoden zur pestizidfreien Unkrautbekämpfung sind leider noch nicht in Sicht: der Heißwassereinsatz (Versuch im vorigen Jahr) ist unverhältnismäßig teuer, Abflämmen bringt auch einige Nachteile – wir experimentieren mit vielen anderen Gemeinden weiter und suchen eine praktikable Lösung.

Trotzdem: Mit diesem Verzicht auf Pestizide wird die Natur und das Grundwasser, aber auch Anwohner, Gemeindearbeiter, spielende Kinder und Haustiere vor unnötigen Giftbelastungen geschützt!

An dieser Stelle ein großes Anliegen an die Ortsbevölkerung: Bitte unterstützen Sie die Gemeindearbeiter und helfen Sie bei der Pflege des Gehsteigbereichs vor Ihren Häusern mit.  Herzlichen Dank allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die hier schon bisher aktiv waren! Helfen wir gemeinsam mit, unsere Gemeinde gepflegt und sauber zu halten!

Im Gemeinderat ist Umweltgemeinderat Johannes Gepp für den Bereich Unkrautbekämpfung zuständig.