Vertrag mit 10hoch4 Ergänzungsvorschläge

Bei der GR-Sitzung am 25. Juni ist der Vertrag mit der Fa. 10hoch4 wiederum auf der Tagesordnung.  Vom Bgm. am Beginn der Sitzung von der TO genommen! Am 13. Juni hat GR Toifl das Mail mit den Ergänzungsvorschlägen von Vizebgm. Freudhofmaier an alle Gemeinderäte weitergeleitet. Meine Frage am gleichen Tag, ob ich diese Vorschläge und den Vertragsentwurf öffentlich machen darf, blieb bisher  trotz Nachfrage unbeantwortet, ebenso keine Antwort auf die Frage, ob es zu diesen Vorschlägen eine Reaktion der Firma 10hoch4 gibt.

Ich werde nicht auf alle Vorschläge eingehen, sondern einige herausgreifen bzw. ergänzen, die ich für wichtig erachte: Stellungnahme zu den Ergänzungsvorschlägen

Ebenso nochmals meine Argumente, warum ich die Errichtung durch die Gemeinde selbst (Bürgerbeteiligung für alle) als optimale Lösung sehe: Argumente für Errichtung von PV durch die Gemeinde selbst

Eine sehr persönliche Anmerkung: es ist in höchstem Maße unlustig, diese Beiträge zu schreiben – mit der Angst im Hinterkopf, welche Formulierung der Fa. 10hoch4 wieder nicht gefallen könnte und  Anlass für eine weitere Klagsausdehnung sein könnte. Ebenso auch bei meinem Beitrag für die Sommer-Gemeindezeitung. Ich habe keinen Anwalt neben mir sitzen! Es wäre mir wesentlich lieber, meine Argumente wie in der Vergangenheit intern mit den Gemeindeverantwortlichen zu besprechen. Diese Möglichkeit gibt es seit langem nicht mehr, derzeit werde ich ignoriert – daher sehe ich keine  andere Möglichkeit, als meine Argumente auf meiner HP darzulegen; nach Vertragsabschluss ist es zu spät!

Ich habe in allen meinen Beiträgen  ausschließlich sachliche, konkrete Gründe angeführt, die gegen einen Vertrag mit der Fa. 10hoch4 sprechen. In der umfangreichen Klage von 10hoch4 hat es keine einzige sachliche Beanstandung meiner Argumente gegeben. Sie können also davon ausgehen, dass ich in der Sache richtig argumentiere! Beanstandungen zu den entgangenen Erträgen für die Gemeinde in den nächsten 20 Jahren  sind in höchstem Maße unseriös,  das sind Schätzungen, Annahmen – darauf weise ich auch ausdrücklich hin.

Gemeinderatssitzung am 25. Juni 2019

Hier finden Sie die Tagesordnung für die Gemeinderatssitzung um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum:  Einladung zur GR-Sitzung am 25.6.2019

Auf der Tagesordnung findet sich auch der TO-Punkt „Vertrag mit 10hoch4“; dazu hat GR Toifl zeitgleich mit der Einladung (am 13.6.) umfangreiche Ergänzungsvorschläge von Vize Freudhofmaier ausgeschickt. Diese werde ich gründlich durcharbeiten, hier können Sie meine  Stellungnahme dazu lesen.

 

Verkehrsregelung Schulgasse

29.6.2019: sowohl die BH als auch der Bgm. in GR-Sitzung und Gemeindezeitung bestätigen, dass es zur Situation bei der Schule noch ein Verkehrsgutachten geben wird, anhand dessen die Umgestaltung der Schulgasse zwischen Schule und Sportplatz vorgenommen wird. Die Regelung „ausgenommen Anrainer“ ist korrekt; ich halte sie nur für die zweitbeste Lösung (wer kontrolliert?), nehme sie aber zur Kenntnis. Dazu hat es eine Besprechung mit einem Amtssachverständigen vom Bauamt Korneuburg gegeben – wie schon oftmals geschrieben: Beratung durch Experten in Anspruch zu nehmen, erscheint mir bei vielen Themen wichtig und sinnvoll! Dies ist hier erfolgt – danke!

 

Verkehrszeichen bei der Schule, die Zusatztafel wurde Mitte Juni geändert.

Transparenzgesetz plus – für eine saubere Politik

https://kreuzstettenaktuell.com/wp-content/uploads/2019/02/logo_foi-1.pngAusnahmsweise ein Exkurs in die Bundespolitik: Das Forum Informationsfreiheit hat eine Petition gegen Korruption und Machtmissbrauch – und für die Offenlegung aller Parteifinanzen – gestartet. https://petition.informationsfreiheit.at/

Neue Regeln für Parteienfinanzierung noch vor der Nationalratswahl

 Drei zentrale Forderungen für eine saubere Politik.

  1. Es braucht Klarheit: von wem die Parteien und Politiker Spenden bekommen, und was sie gleichzeitig mit Steuergeld und Staatseigentum machen. Es braucht unter anderem eine absolute Offenlegungspflicht von Spenden und Wahlkampfausgaben unbedingt vor der Wahl, nicht erst Jahre später, sowie Unvereinbarkeitsregeln gegen die Vermischung von Staatsdienst und Parteiarbeit.
  2. Es braucht Kontrolle: durch den Rechnungshof in Form von umfassenden Prüfungen der Parteifinanzen samt kompletter Veröffentlichung sowie durch die Staatsanwaltschaft bei Umgehung von gesetzlichen Regelungen.Und es braucht Kontrolle durch unabhängige Medien und uns Bürgerinnen und Bürger auf Basis eines Rechts auf Information gegenüber Behörden.
  3. Es braucht Konsequenzen: abschreckende Sanktionen bei der Verschleierung von Geldflüssen sowie einen neuen Straftatbestand für illegale Parteienfinanzierung. Denn Gesetzesbruch dürfe sich nicht lohnen.

Im Zusammenhang mit dem Forum Informationsfreiheit gibt es auf dieser HP bereits zwei Beiträge: Transparenz und Information zur Wohnsitzmeldung. Darum ist es mir ein Anliegen, auf diese Petition hinzuweisen und um Ihre Unterstützung zu bitten.

Gemeindezeitung Sommer 2019

Redaktionsschluss für die Sommer-Gemeindezeitung war am 5. Juni.

Hier meine eingesandten Beiträge:

die komplette Gemeindezeitung Sommer 2019 finden Sie auf der Gemeinde-HP!

Aus für Kohlestrom in Dürnrohr

Sehr spontan, sehr erfreulich ist die Ankündigung der EVN, die Kohle-Verstromung noch 2019 zu beenden oekonews 1.6.2019 Aus für Kohlestrom,      NÖN Die letzten Tage der Kohle, 17.7.2019,     Aus für Dürnrohr Kurier 2.8.2019

Dazu ein persönliches Erlebnis: beim Klima- und Umwelttag im September 2018 im AKW Zwentendorf (siehe mein Bericht in der Gemeindezeitung dazu: Klimabündnis Winter 2018) habe ich die Personen am EVN-Stand  auf Dürnrohr angesprochen – nachdem LH-Stv. Pernkopf und BM Köstinger in ihren Vorträgen salbungsvoll über 100 % Strom aus erneuerbaren Quellen in NÖ gesprochen haben. Ich bekam die Auskunft, dass ein Ausstieg für 2020 vorgesehen sei – weil der Druck der Zivilgesellschaft immer stärker würde…

Daheim hab ich das Internet befragt, konnte nichts dazu finden (hab mich geärgert, dass ich nicht nach den Namen meiner Gesprächspartner gefragt habe) – und hab die Info dazu an meinen Ansprechspartner bei GLOBAL 2000 geschickt. Seine Reaktion: „wenn das stimmt wäre das eine Sensation – derzeitiger Stand unserer Gespräche war noch „bis in die 2020er Jahre“, was alles bis Ende 2029 heißen könnte bzw. 2025 in einigen Aussagen.“

Also wirklich sehr überraschend für alle – und es zeigt mir: es zahlt sich aus,  wenn viele lästig sind! Vielleicht ist ja mit genügend Druck auch eine Änderung bei den Eigentümerverhältnissen der EVN möglich ( Miteigentümer der EVN ist der deutsche Atomstrom-Konzern EnBW – z.B. Übernahme dieser Anteile durch das Land NÖ) siehe  Stromanbieter-Check 2018 Verfilzung mit Atomstromkonzernen (gesamter, höchst interessanter Stromanbieter-Check 2018 online hier: https://www.global2000.at/publikationen/stromanbieter-check)

Aktualisierung Frühling 2020: Übernahme der EnBW-Anteile durch die Wiener Stadtwerke! (100 % im Eigentum der Stadt Wien) https://noe.orf.at/stories/3037652/

Wer sich die Verfilzung mit Atomstromkonzernen genauer zu Gemüte führt, findet auch die Verflechtung der ENAMO-Ökostrom und der Naturkraft mit der EnBW. Beide sind Träger des Umweltzeichens, das habe ich beim Verein für Konsumenteninformation, der die Umweltzeichen vergibt, schon 2018 (und jetzt wieder) kritisiert. Die Antwort 2018: „… Es werden aber keine Anforderungen an die gesellschaftliche Zusammensetzung bzw. Eigentumsverhältnisse von Unternehmen gestellt, da dies nach EU-Recht diskriminierend wäre.“ Damit ist für mich die Glaubwürdigkeit des Umweltzeichens (leider auch bei anderen Produkten) in Frage gestellt. Bei diesen Firmenkonstruktionen fließt über die Gewinne ein Teil des Geldes, das Konsumenten in vermeintlich guter Absicht in Ökostrom mit Umweltzeichen investieren, in einen Atomstromkonzern! Hübsch getarnt, wer hat schon die Möglichkeiten und die Zeit, sich dazu genauer zu informieren. Darum auch hier DANKE an GLOBAL 2000 für diese Informationen!

Gemeindefinanzen 2008 – 2019

Im Frühling hat es zum Rechnungsabschluss 2018 sehr widersprüchliche Aussendungen von SPÖ, ÖVP und Bürgermeister Viktorik gegeben. Welche Zahlen stimmen? Eine neutrale, sachliche Information dazu hier: Die Budgetlage der Gemeinde, April 2019

Noch aussagekräftiger ist der Blick auf einen längeren Zeitraum. Aktualisierung mit den Zahlen vom RA 2019: Hier eine Zusammenstellung der Gemeindefinanzen von 2008 bis 2019, d.h. 2008 bis 2014 unter ÖVP-Führung, ab 2015 SPÖ-Bürgermeister Viktorik. Alle Zahlen sind der HP „Offener Haushalt“ entnommen http://offenerhaushalt.at/gemeinde/kreuzstetten, auf der zahlreiche Gemeinden ihre Finanzen veröffentlichen (Voranschlag und Rechnungsabschluss sind lt. Gemeindeordnung verpflichtend im Internet zur Verfügung zu stellen).

einige Erklärungen dazu:
Vermögensgebarung: ein Minus ist positiv, das bedeutet: das Vermögen der Gemeinde wächst, Investitionen wurden getätigt
Finanztransaktionen: das Minus bedeutet  Schuldenverringerung, ein positiver Saldo bedeutet Kreditaufnahme
KDZ-Quicktest: Bewertung der Gesamtbonität; Note von 1 – 5 (siehe mein Beitrag Wie arm oder reich ist unsere Gemeinde?, da wurde der KDZ-Quicktest sehr ausführlich präsentiert)

Rechnungsabschluss

(laufende Gebarung)

Vermögensgebarung

Finanztransaktionen

KDZ-Quicktest

2019

222.094

-365.912

-369.316

4,16

2018

236.274

-2.238.729*1

2.479.523

4,26*6

2017

294.035

-78.379

-216.104

2,91

2016

317.647

-494.124

82.745*2

3,36*4

2015

405.891

-12.523

-193.018

2,01

2014

176.933

90.946

-225.022

3,41

2013

41.232

69.492

-270.467

4,01

2012

120.187

120.718

-216.335

3,81

2011

-297.683

27.634

-206.399

4,74*5

2010

138.921

-249.993

92.207*3

4,06

2009

644.054

-352.535

-179.212

1,34

2008

377.574

-51.212

-113.156

2,11

*¹: 2018 Vermögenszuwachs durch Volksschulsanierung,  Kreditaufnahme dafür (€ 2.700.000)

*6: 2018 Bonitätsverschlechterung aufgrund der Kreditaufnahme für die Volksschule (ganz sachlich: eine solche Kreditaufnahme ist nicht jedes Jahr möglich)

*²: 2016 Kreditaufnahme für das Grundstück Kirchenplatz (€ 300.000)

*³: 2010 Kreditaufnahme für den Kindergarten-Zubau (€ 280.000)

*4: 2016 Nahwärme-Haftung wieder korrekt im Rechnungsabschluss dargestellt, Kreditaufnahme Grundkauf

*5: 2011 erstmalige Nahwärme-Haftung

 

 

Feier 50 Jahre Volksschule 15. Juni – Fotos

Im Vorjahr wurde die Volksschule umfassend saniert, ein Zubau wurde errichtet; am 15. Juni erstrahlt die Volksschule zur Feier ihres 50-jährigen Bestehens in neuem Glanz! Ich wiederhole meine Aussage anlässlich der Beschlussfassung zum VS-Umbau  im Gemeinderat am 30. Jänner 2018: DIE SCHULE IST DAS HERZSTÜCK DER GEMEINDE!

Der Artikel in den Bezirksblättern berichtet von der gelungenen Feier: Bezirksblätter 50 Jahre  VS Kreuzstetten

Eine Vielzahl von Fotos finden Sie auf der Homepage der Volksschule Kreuzstetten!

Neue Windräder in Kreuzstetten und Hipples eröffnet

Am 25. Mai feierte die Windkraft Simonsfeld die Erweiterung der Windparks in Kreuzstetten und Hipples – viele Besucher haben mitgefeiert! Auch die NÖN berichtet über die Eröffnung NÖN 29.5.2019 Windpark Kreuzstetten, Hipples

Windenergie – ein wichtiger Baustein der Energiewende. NÖ ist das Bundesland mit der weitaus größten Anzahl von Windrädern – doch derzeit stecken mehr als 150 genehmigte Windräder in der Warteschleife fest NÖN 8.1.2019 Ausbau Windkraft . Im Weinviertel haben wir keine Möglichkeit zur Energiegewinnung mit Wasserkraft, aber bei uns bläst der Wind kräftig! Eine mehrfache win-win-Situation: das Klima profitiert, unser Staat spart sich den Import fossiler Energieträger aus dem Ausland (oft aus problematischen Ländern). Der ländliche Raum und die Gemeinden werden durch lokale Energiegewinnung gestärkt, neue Arbeitsplätze entstehen. Siehe auch mein Gemeindezeitungsartikel zum Masterplan Schwerpunkt Energie Winter 2017. Ein interessanter Artikel von Juni 2019 beschäftigt sich mit der Frage:  sind Windfarmen wirklich Vogelmörder?

Aus dem Artikel in der NÖN: „Wir leben ein Modell, bei dem auch die Gemeinden und damit die Bevölkerung an den Erträgen des Windparks partizipieren. Das ist wohl ein Grund, warum die Akzeptanz der Bevölkerung für den Windpark so groß ist.“ In Kreuzstetten können wir mit den Einnahmen die Kredite für die Bauarbeiten bei der Volksschule zum größten Teil finanzieren.

Dies ist mein zentrales Argument gegen die PV-Errichtung durch die Firma 10hoch4: Als Gemeinderätin ist es mir ein Anliegen, dass die Gemeinde und damit die gesamte Bevölkerung an den Erträgen der Photovoltaikanlagen partizipiert. Nicht erst nach 20 Jahren, sondern sofort! Tausche Goldklumpen gegen Pferd!